Missbrauch, Öffentlichkeit, Unterricht

Missbrauch

Literaturcafé schreibt über den Skandal des Missbrauchs von Heidenreich und Reich-Ranicki. Dumm gelaufen, denn die bei der FAZ üblichen Buy-out-Verträge, bei denen sich Schreibende mit Haut und Haaren lebenslänglich verkaufen, beinhalten auch, dass die FAZ verkaufen kann, was und wem sie will. Wenn selbst eine der angesehendsten Feuilletonzeitungen allerdings nicht mehr unterscheiden kann, was ein seriöser Verlag ist, bleibt für fairlag noch viel Aufklärungsarbeit zu tun. Wer mit Buy-out-Vertrag schreibt, sollte jetzt spätestens den kompletten Grusel bekommen!
Druckfrisch: Elke Heidenreichs Stellungnahme

Öffentlichkeit

Kulturmanagement bringt eine österreichische Studie über Journalistenverhalten. Sie lässt tief blicken und fast vergessen, dass deutsche Journalisten mit Einführung von Google befürchteten, die mediale Wirklichkeit würde irgendwann durch eine ergoogelte ersetzt werden. Kahlschlag in den Redaktionen, schlechte Bezahlung von Freien und zunehmend Aufträge an Ungelernte weil billiger) hinterlassen Spuren. AutorInnen und andere Selbstdarsteller finden in dem Beitrag gute Tipps zur Gestaltung des Pressebereichs der Website (und da sollte auch ich mal endlich ran...)

Unterricht

Die PR-Frau in mir stöhnt häufig, wenn sie Webaktivitäten von KollegInnen betrachtet. Internet wird eher als Spielerei benutzt, man wähnt sich in einem privaten Wohnzimmer. Der eine weiß nichts um die Funktion und Wichtigkeit von Kommentaren in Blogs, der nächste verlinkt Blogs, die seit Monaten keinen Beitrag brachten, wieder ein anderer sammelt Links, die seinem Profil eher schaden und so mancher nutzt das Web 2.0 entweder als Monologabsonderungsmaschine oder Küchentisch. So viele Chancen werden verschenkt, dabei könnten die technischen Möglichkeiten preiswert und schnell ergänzen, was einige Presse- und Werbeabteilungen in Verlagen nicht mehr können oder wollen - wenn sie denn überhaupt existieren.

Jetzt gibt's Grundlagenunterricht für Kunst- und Kulturschaffende, die wissen wollen, was Web 2.0 überhaupt ist, welche technischen Formen es gibt - und was sich damit gezielt für die eigenen Arbeit anfangen lässt. Und zwar endlich so schön knapp, umfassend und allgemeinverständlich geschrieben, dass das auch ein Heimbastler wie ich versteht. Die Serie "Web 2.0 im Kulturbereich - Basiswissen" beginnt gerade bei stARTconference.

Kommentare:

  1. hallo Petra,
    ielen Dank für die Empfehlung meiner Serie "Web 2.0 im Kulturbereich - Basiswissen"!
    Bisher sind schon 12 Beiträge dazu erschienen http://www.startconference.org/category/serie-web-20-im-kulturbereich-basiswissen,
    ich bemühe mich, jede Woche einen weiteren Beitrag online zu stellen - und am Schluss wir dann ein Buch draus...
    Wer sich mit dem Internet / Web 2.0 im Kulturbereich und den Einsatzmöglichkeiten in Marketing, pR, Fundraising usw. beschäftigen will, für den ist auch unsere Konferenz zum Thema Kunst | Kultur | Web 2.0 interessant:
    Die stART.09 findet am 24. + 25. September in Duisburg statt.
    http://www.startconference.org

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  2. Gern geschehen, Karin. Ich finde es vor allem deshalb interessant, weil es nicht nur öffentlichen Einrichtungen, sondern auch den KünstlerInnen direkt helfen kann.

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