Schwarz-weiß

An einem Tisch ein Mann, schwarz-weiß. Schwarze, glänzend gewichste Schuhe, schwarze Hose, weißes Jackett, fahles Gesicht, wahrscheinlich sogar gepudert, darin ein pechschwarzer Schnauzbart von diesem Pechschwarz, das Männer in einem Alter tragen, in dem sie keine dunklen Haare mehr haben. Die pechschwarzen Haare glänzen wie die Schuhe.

Unterm Tisch wimmert seine Verlängerung. Ein Hund mit gestauchter Nasenpartie, hängenden Ohren wie Schlafzimmerpantoffeln und Pekinesenstimmchen. Schwarz-weiß. Irgendwann wacht Hundchen auf und Herrchen badet in Aufmerksamkeit. Hundchen macht Männchen vor Herrchen und Dämchen kichern mit Pekinesenstimmchen.

Was Hund dann so macht, verrät Hundemenschen, dass Herrchen nicht den Dämchen Bussi geben wird, sondern lieber ein Leckerchen zwischen die Lippchen, die fahlweißen, unterm pechschwarzen Schnäuzer, damit das Schnäuzchen, das schneeweiße...

Guck doch mal, ist der nicht süüüüß! - Meine Freundin rempelte mich an. Sie meinte in der Tat den Hund; aber ich sagte ihr, noch mehr schauen könne ich nicht, um ernst zu bleiben, und weil ich ohnehin schon viel zu viel sähe. Schwarz-weiß Idyll ohne Dame, flüsterte ich.

Ich hätte manchmal etwas Menschenverachtendes, meinte meine Freundin. Warum ich nicht einfach mal so ein süßes Bild genießen könne. Ja, warum eigentlich nicht?

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