Tod aller Kritiker?

Ich habe eben im Perlentaucher zwei hochinteressante Essays zum Thema Literaturkritik gefunden. Felix Philipp Ingold macht sich in seinem Essay Gedanken, ob es zwischen Buchwerbung und Literaturkritik überhaupt noch Grenzen gibt, warum Schopenhauers zynische Anmerkungen zum Literaturbetrieb so modern sind, und was daraus wird, wenn das pralle Leben aus Büchern durch den Magen gehen soll... Seine Einteilung der unterschiedlichen Spezies von Kritikern und besonders beliebten Worthülsen liest sich ähnlich wie Schopenhauer: Das Lachen bleibt einem im Halse stecken, weil das Lachhafte erschreckend wirklich geworden ist.

Beatrix Langner antwortet ihm heute und sucht vergeblich den Unterschied zwischen Meinung und Urteil in der Literaturkritik. Ihre Hauptkritik an der Kritik ist der denunziatorische Grundton gegenüber Autoren und Büchern. Der Anstand, sich vor der Würde eines Originalwerks zu verbeugen, sei vielen Feuilletonisten heute fremd, bedauert sie.

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