Was bleibt...

Ich habe eine geheime Leidenschaft. Zusammen mit meinem Hund und einer Billigkamera stiefele ich mit Vorliebe auf Gelände herum, auf dem der Mensch Spuren hinterlassen, sich selbst aber ausradiert hat: Ruinen, Industriebrachen, archäologischen Stätten.

Es ist nicht immer erlaubt, nicht immer ganz ungefährlich, aber irgendetwas fasziniert mich an der fast morbiden Schönheit dieser absolut menschenleeren Landschaften und an den Geschichten, die solche Orte erzählen. Heute mittag bin ich wieder zu einem dieser Plätze gefahren. Nein, er liegt nicht etwa in Texas, sah aber früher einmal ein wenig so aus wie in entsprechenden alten amerikanischen Filmen. Tatsächlich aber waren es die Elsässer, die lange vor den Amerikanern Erdöl förderten und verarbeiteten. Die Zeugnisse aus der Zeit des europäischen Ölrauschs verrotten, verkommen und werden von der Natur zurückerobert. Die Geschichten dazu geraten langsam bei der Bevölkerung in Vergessenheit - es bleiben nur Spuren ...

In der Schublade rottet auch ein Manuskript dazu ("Thema trauen wir einer Frau nicht zu"), aber irgendwann wird seine Stunde schlagen. Bilder zum Vergrößern anklicken. Die Fotos von der "Deponie" sind im Herbst aufgenommen.

Was bleibt...
Eine Abraumhalde für Ölsande, Anfang 20. Jhdt. - und moderner Abraum
Die Idylle trügt und ist wegen unterirdischer Gase und Einsturzgefahr abgesperrt



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