Es elsasst...

Genial, wie an so einem trüben Tag die Sonne aufgehen kann! Eben kamen die Fotos von den nun im Wald installierten Strukturen für unseren "Grenzgängerweg" zwischen dem elsässischen Wingen und dem deutschen Nothweiler - und ich habe richtig Tränen in den Augen vor Begeisterung. Monatelang hatte ich ja nur Entwurfszeichnungen oder Dummies vor Augen - aber was die Künstlerin daraus gemacht hat, sprengt alle Vorstellung. Allein die Inszenierung der Grenze - mir fehlen gerade die Worte.
Wenn ich sie wieder gefunden habe und die Erlaubnis des Fotografen dazu, werde ich hier mal einige "Schilder" vorstellen. Wer in der Region ist, kann sich jetzt schon den 30. Mai vormerken: Unser Team bietet zur öffentlichen Einweihung an diesem Tag eine geführte Wanderung über den Grenzgängerweg an, dreisprachig. Weil das Internet kurzlebig ist, werde ich nächste Woche genaue Daten bekanntgeben.

Und was soll ich sagen - gleichzeitig jage ich meinem Elsassbuch im Handel hinterher, denn ausgerechnet jetzt, wo es vergriffen ist, kommt massiv Nachfrage vor allem aus Frankreich. Plötzlich werde ich zu Lesungen angefragt. Die Europaarbeit hinterlässt ihre Spuren oder vielleicht sind das auch Spinnfäden. Es fügen sich Dinge zusammen, Menschen, Fachleute. Eine schon ältere, verwegene Idee spukt herum, nicht nur in meinem Kopf. Und so werden sich demnächst eine Französin und eine Deutsche zusammensetzen und konkret darüber nachdenken, dieses Elsassbuch zu einem Starter für eine neue Reihe zu machen. Einer zweisprachigen. Das wird dann kein Bücherbasteln mehr, sondern sehr professionell. Allerdings wahrscheinlich auch außerhalb von herkömmlichen Verlagen, denn für das, was machbar wäre, sind die meisten, die in Frage kämen, entweder zu unflexibel oder zu unprofessionell. Hach, das gibt Strom in die Finger!

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