Dieser zarte Zauber

Tage wie diesen liebe ich beim Arbeiten. Wenn alle Vernunft sich ans Hirn klopft, weil sich die Autorin unmöglich Scheinendes vorgenommen hat und dazu noch nicht einmal einen Plan besitzt. Ordentlich schichtet sie einen Turm Bücher auf, die vielleicht inspirieren könnten, der Bleistift ist gespitzt. Aber es wird nichts aus dem Arbeiten, das Telefon klingelt, dann ein spontaner Espresse irgendwo, Geplauder in der Sonne ... und plötzlich ist es wieder da. "Die Welt ist klein", sag man im Deutschen, im Französischen lebt man damit, dass das Leben Kreisbögen schlagen muss, die sich irgendwann und möglichst häufig treffen sollten.

Irgendwann gegen Abend kam ich dazu, endlich in meinen feinen Büchern zu blättern. Aber da war der neue Ansatz längst da. Und ein paar verwegene Ideen obendrein. So muss es sich anfühlen, das Arbeiten!
Und jetzt gibt es bei Madame frischen Spargel und Nikolaj Nikolajewitsch Tscherepnin - zum Mitgenießen im "Blogfernsehen" der Pas de Trois aus dem Ballett "Le Pavillon d'Armide", dem ersten Ballett, das die Ballets Russes 1909 mit Nijinsky in Paris aufführten. Es hatte Diaghilew in Sankt Petersburg so imponiert, dass er beschloss, nicht nur die Oper "Boris Godunov" nach Paris zu exportieren. Das ist die, die das Petersburger Marijnsky-Theater im Sommer nach Baden-Baden bringt, wohin wiederum die Autorin... Aber das ist wieder ein anderer kreiselnder Kreis...


Kommentare:

  1. Ob das die Leser auch noch sagen werden, wenn ich hier wieder wochenlang von den Ballets Russes schwärme? ;-)

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In diesem Blog ist kein Platz für diesen Dreck. Ich lese das auch nicht, sondern lasse automatisch löschen.

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