Medienbonbons

Für Journalisten und alle, die es werden wollen oder noch nicht genug haben: Ilja Braun schreibt über die "Zementierung der Misere" durch die neue "Vergütungsregel" für freie Journalisten. Meine Antwort auf die Vergütungsregel ist so zynisch wie zur Bezahlpraxis überhaupt in diesem Beruf: Dann doch lieber bei Aldi an der Kasse...
Oder gute Texte bloggen und sein Geld woanders verdienen. Adé Qualitätsjournalismus.

Und damit es auch etwas zu Lachen gibt, hier eine Erlebnisperle eines Lesers, der versucht hat, in einem Buchkettenladen einen Maigret zu bekommen: Literatur? Führen wir nicht.

Ach, keiner dieser Beiträge erschien in einer Zeitung...

update -Tipp:
Für Freie, die sich engagieren wollen:
FREISCHREIBER (für Journalisten)
PROTEXTBEWEGUNG (für Profitexter)
und dann gibt es noch jede Menge Berufsverbände von dem für Fotografen über Lektoren bis zu Übersetzern, alle im Web auffindbar. Dort gibt es auch jede Menge Tipps, wie man mit den üblichen Berufsproblemen fertig wird.

Kommentare:

  1. Mich wundert kaum noch etwas - mit meinen Umzugserfahrungen, Umgang mit Rechnungen die 3 Monate überfällig sind, und trotz Mahnnungen ignoriert bleiben - da kann man zur Revolution übergehen. Freie Journalisten, Freiberufler - dass Wort "Frei" bei vielen der Störfaktor. Diese Freiheit wird systematisch und langsam ausgerottet damit alle Konform werden und somit manipulierbar.

    Vielleicht könnte man uns Gleichgesinnten eine Insel geben auf der wir ungestört leben könnten - mit Internetanschluss damit wir subversiv agieren können.

    Wann ist in diesem Jahr Fasching?

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  2. Oh halt, da ist ein Denkfehler drin. "Frei" ist kein Störfaktor, sondern eine extreme Ersparnis für Arbeitgeber - und immer mehr Menschen in immer unterschiedlicheren Berufen werden "freigesetzt", "outgesourct", mit Selbstständigkeit geködert oder zu "Ich-AGs" (in D.). Vergessen wir eins nicht - auch wenn es hier hauptsächlich um Schreibthemen geht - "Freie" gibt es in der Wirtschaft inzwischen vom höheren Management bis hin zum 1-Euro-Jobber-Chef.

    Und ich muss jetzt auch mal ganz knallhart sagen, dass die Freien an ihrer Misere - so sie unter einer leiden, zum Teil ganz schön selbst schuld sind: Indem sie z.B. seit Jahren mit Dumpingpreisen den Markt kaputt machen, sich alles bieten lassen, extrem schnell klein beigeben und für lau schlechte Arbeit machen, die sie nicht gelernt haben, damit andere sich den teureren Profi sparen.

    Freiheit funktioniert nur dann, wenn man sich nicht den eigenen Ast absägt. Und genau das passiert unweigerlich bei obiger Haltung.

    Was sollen wir auf der Insel? Es gibt genug Möglichkeiten, es besser zu machen. Bei den Journalisten gäbe es die "Freischreiber" als Vereinigung, bei freien Textern etc. die Protextbewegung. Aber die Revolution fängt an der eigenen Nase an. Wo drehe ich mit an der Teufelsspirale? Wie viel Rückgrat zeige ich?

    Oh nein, Freie sind nicht die besseren Menschen.
    Und so wie ich aus meinen Berufen schlechte (und gute, aber die liest keiner) Nachrichten bringe, werden das viele Menschen aus ihren ganz anderen Berufen wahrscheinlich auch können.

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