Katzen-Content mit Sahne

Irgendwie schlägt das Wetter aufs Hirn und der vor Kälte dick aufgeplusterte Spatz im Feuerdorn vor dem Fenster verstärkt die Arbeitslust auch nicht gerade. Und nachdem nun 562 Seiten Übersetzung lektoratsfein gebürstet sind, darf ich mich auch einmal ablenken. Bei russischem Tee der Marke "Anastasia" und Katzen-Content.

Südliche Sonne, Süße und Endorphine für alle - ich teile meine gestern heiß begehrte Variante von Tiramisu zum Nachmachen und Genießen:

Zutaten (4 Pers.):
Ein Becher Mascarpone
etwas weniger Sahnequark (das feste deutsche Zeug müsste man mit Sahne verlängern)
Mandarinen in Sirup, gut abgetropft (ich nehme sie aus der Dose, Enthäuten und Kochen ist mir zu mühselig)
zwei Tassen doppelt konzentrierter Espresso
ein Gläschen Amer-Likör "Sommer" (eine elsässische Spezialität aus Schalen von Orangen und Mandarinen mit Enzian, als Ersatz geht Cointreau, ein Bitterorangenlikör wäre noch besser)
Löffelbiskuits (wenn möglich, nicht der Fabrikdreck, sondern die großen weichen mit vielen Eiern)
etwas Kakaopulver
eine Form mit Rand (kein Metall)

Und so wird's gemacht:
Mascarpone gut mit Sahnequark verquirlen. Die Masse sollte nicht zu pappig sein, aber auch nicht vom Löffel laufen, sondern einigermaßen "bissfest" sein und sich verstreichen lassen. Mit wenig Sirup von den Mandarinen kann man sie glätten und abschmecken - das spart jeglichen Zucker im Rezept.
In der Form Löffelbiscuits dicht aneinanderlegen und gut mit der Hälfte des Espressos und Likörs tränken. Darauf eine Schicht Mascarponemasse verstreichen. Auf dieser Mandarinenscheiben verteilen und wieder eine Schicht Löffelbiskuits auflegen. Diese wieder fein tränken. Nun die Löffelbiskuits nochmals mit Mandarinen belegen. Es folgt eine letzte Schicht Mascarponemasse, die man mit Löffelmuster verziert.
Der Tiramisu muss im Kühlschrank mindestens acht Stunden ziehen, besser noch einen ganzen Tag. Wer nicht genügend Zeit zum Ziehenlassen hat, muss mehr Flüssigkeit verwenden. Kurz vor dem Servieren stäubt man Kakaopulver auf. Weil's farblich so schön passte, habe ich die Köstlichkeit noch mit einer frischen Ringelblumenblüte dekoriert.
Eine Variante für Leute, die es nicht so unendlich süß mögen - deshalb kommt Bitterorange zu den Mandarinen besonders gut. Ich muss wahrscheinlich nicht erwähnen, dass Tiramisu ideal ist, wenn man viele Gäste hat. Dann die Menge nicht zu knapp berechnen - zumal Tiramisu am Tag darauf noch besser schmeckt.

In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende!

Kommentare:

  1. Hmmmmmmmm..... danke sehr für diesen feinen Katzencontent :))

    Und ohne rohe Eier, das ist besonders fein.

    Zahlst du mir ein Fastenwochenende im Elsaß? Eigentlich ist bei mir FdH angesagt, aber jetzt kann ich natürlich nicht widerstehen...

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  2. Fastenwochenende und Elsass ist ein perverser Widerspruch in sich ;-)
    Ich empfehle, einfach NUR den Tiramisu zu essen, dann substrahieren sich schon wieder Kalorien. Und hey, rate mal, warum ich den Mascarpone mit Quark strecke!!! Aber Fett ist nun mal ein Geschmacksträger...

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  3. "Fastenwochenende und Elsass ist ein perverser Widerspruch in sich ;-)

    Ja, das hab ich mir fast schon gedacht...
    Aber man muß es eben so sehen - für den Winter sollte man ruhig etwas gerüstet sein, höhö

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  4. Meine Uroma, die eigentlich sehr schlank war, hatte immer einen frechen Spruch, wenn sich jemand am Tisch unnötig zierte: "Werd du erst mal so breit, wie du lang bist!" ;-)))

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  5. Test: Wiederbelebung des Tiramisu aus aktuellem Anlass. Heute mit schwarzen Herzkirschen und eingemachten Mandarinen / Orangen...

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