Jetzt wird's ernst!

Pünktlich zum alten keltischen Jahreswechsel wechselt auch mein Arbeitszustand. Obwohl ich noch das Übersetzungslektorat einarbeite (aber jetzt nur "nebenberuflich"), beginnt eigentlich mein Sabbatsemester. Das klingt nach Urlaub, ist aber eher das Gegenteil. Es soll nämlich der schönsten, härtesten, befriedigendsten und eigentlichen Arbeit gewidmet werden: der Schriftstellerei. Wobei in meinem Fall noch die Herstellerei dazu kommt, denn ich will diese Zeit außerdem nutzen, noch ausstehende Buchrechte zurückzufordern und meine eigene Backlist wieder verfügbar zu machen. Nicht alle Bücher, aber doch die für mich wichtigsten. (Bevor jemand fragt: "Geheimnis Odilienberg" werde ich nicht mehr auflegen, weil es nach zwölf Jahren und etlichen Ausgrabungen schlicht hoffnungslos veraltet und überholt ist.)

Vorher aber steht das Nijinsky-Projekt an - siehe Nijinsky-Blog.
Und das beginnt mit einer riesigen Checkliste und der gewissenhaften Vorbereitung zweier wichtiger Interviews, wobei ein erstes bereits in der Korrekturphase steckt. Auf der Checkliste stehen dann Dinge wie:
  • Von PaintShop Pro auf Photoshop umlernen
  • diverse Software besorgen
  • Groblayout checken wg. Bildbestellung
  • Fotos auswählen und bestellen
  • Buchtitel! (Finden / Prüfen)
  • Kontakt mit Hersteller: Fragenliste entwerfen
  • Vorüberlegungen zu Format, Bindung, Farben etc.
  • Essay schreiben
  • Gesamttext erfassen / Lektorat / Korrektorat
  • Zielgruppenanalyse
  • Werbestrategie planen / Multiplikatoren listen
  • Pressearbeit vorbereiten
  • Autorenfoto
...war noch was? Irgendwas ist immer noch... Aber zum Glück ist das ja nur die Vorliste aller Listen, die noch kommen werden.

Ach ja, da war noch etwas! Was macht ein gedrucktes Buch eigentlich zum Erlebnis, was macht diesen papierenen Block zwischen zwei Deckeln im Gegensatz zum üblichen Taschenbuch "edel" und schön? Ist es nur die Papiersorte? Was meinen die Leserinnen und Leser?

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