"Einen Eggen ab haben"

Die perfekte Wochenendlektüre habe ich heute - zumal sie zu meinen Themen der letzten Woche so gut passt! Die Schweizer Autorin Milena Moser, die mit ihrer Kollegin Sybille Berg auch eine "Schreibschule" führt, hat dem "Arbeitsmarkt" ein Interview gegeben.
Erfrischend unprätentiös erzählt sie darin, wie man als Schriftstellerin Leben und Arbeit, Geldverdienen und Leidenschaft, Beruf und Berufung unter einen Hut bekommt. Sie erklärt, warum Schreiben zwar vielleicht heilen, aber nicht therapieren kann, dass der Drang zum Schreiben nicht erlernbar sei und literarisches Schreiben aus einem Mangel entstehe - wenn man "einen Eggen ab habe".

Und sie ist sich vor allem nicht zu fein, aus dem Nähkästchen zu plaudern. Viele Kolleginnen und Kollegen werden sich wiedererkennen bei den kleinen Tricks am Manuskript, mit denen man überprüft, ob es denn je gelesen wurde. Neu und überraschend für mich (die ich ihre Bücher schon lange kenne) war die Tatsache, dass auch Milena Moser im Eigenverlag - mit dem vielsagenden Namen Krösus - angefangen hat. Sechs Jahre versuchte sie vergeblich, ihre Manuskripte zu verkaufen, dann hatte sie die Nase voll und wurde selbst aktiv. Auch ihr Bestseller "Die Putzfraueninsel" war unter diesen selbstverlegten Büchern. Heute ist sie beim renommierten Literaturverlag Nagel und Kimche, ihr aktuellstes Buch "Möchtegern" ist vergangenes Jahr erschienen.

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