Updates und Nebenpfade

Ich mache die geneigte Leserschaft darauf aufmerksam, dass auf meinem Nachttisch, pardon, rechts im Menu schon wieder neue Bücher liegen - und ich beneide diejenigen Leser, die immer nur ein einziges Buch auf einmal lesen: Rubrik Madame liest. Also öfter nachschauen...

Auch in der Blogroll tut sich immer mal wieder etwas. So ist ein französisches Blog dazugekommen, von dem ich zwar ständig höre, dessen URL aber ich erst bei der klappentexterin fand, weil "Der Freitag" über unseren berühmtesten Bücherblogger Pierre Assouline geschrieben hat. Nun ist es tatsächlich so, wie die Zeitung schreibt: Das Verhältnis zur Literatur ist in Frankreich ganz anders und findet obendrein seit langem auch breit in Massenmedien statt.

Und genau das ist der Grund, warum Pierre Assouline mit einem Roman immer noch ungelesen in meiner Bibliothek schmort, warum ich bisher nicht in seinen Blog geschaut habe. Der Mann ist derart präsent in den Medien einschließlich Fernsehen, dass er längst zu diesen "Muss man gelesen haben"-Autoren zählt. Und die machen mich misstrauisch. Ich war bisher von 95% aller hochgejubelten "Muss man gelesen haben"-Autoren nachträglich enttäuscht.

Warum ich sein Blog trotzdem lese? Weil er sein Handwerk brillant beherrscht (manchmal fast zu brillant), weil ich mich dort in Kürze über die französische Literaturszene informieren kann - und weil ich bei der Hitze zu faul bin, eine der vielen Literaturzeitschriften des Landes in der nächsten Stadt zu kaufen. Natürlich bloggt der Mann nicht privat aus Spaß fünf Stunden am Tag, er ist bei Le Monde angestellt und die haben sein / ihr Blog bekannt gemacht. Zum Sprachenlernen ist das Blog außerdem ideal: Assouline hat ein sehr klares, lebendiges Französisch, bei dem man den Staub schulischer Sprachkurse ablegen kann.

Wem es zu heiß für alles ist, der kann sich vielleicht bei der glaserei amüsieren: kurz, knapp und reiner Katzencontent. Oder vielleicht doch mehr?

1 Kommentar:

  1. "dessen URL aber ich erst bei der klappentexterin fand..."

    Irr isch bemerkän möschde, dassisch in die réalité eine särr rückwährts Deudsch gewohnt bin.
    Excusez-moi,
    la léctrice

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