Galeere

Feierabend. Die ersten hundert Seiten von 600 sind übersetzt (Rohdurchgang). Und Ende März muss ich komplett abgeben. Wenn ich mir den kurzen Februar anschaue, kommt Panik auf - ich werde mein Pensum erhöhen müssen.
Immerhin bin ich jetzt von der Lyrik zwischendurch erlöst, sofern sie bereits auf Deutsch herausgegeben wurde. Sofern nicht, muss ich selbst ran.

Eines habe ich gelernt: Sag niemals Nein: "Ich will keine literarische Übersetzerin werden." Seit hundert Seiten führe ich mich selbst ad absurdum. Deshalb darf ich jetzt auch den Feierabend zurücknehmen: "Komm, ein Espresso und dann noch mal drei Seiten, auch wenn das Hirn schon streikt, noch ein Wort und noch einen Satz - das alles nimmt die Panik ein wenig."

Übrigens, mit dem Original, obwohl nicht scharfkantig genug, könnte man jemanden erschlagen. Es ist auch groß genug, um fehlende Steine in einer Mauer zu ersetzen. Zum Glück lese ich es im Sitzen. Nicht auszudenken, wenn einem das beim Einschlafen aufs Gesicht fiele! Auf ein Neues, Feierabend ist später.

Kommentare:

  1. Uebersetzungen haben es in sich, auch wenn meine Erfahrungen sich nicht ins Literarische bewegen. Ich kann mir vorstellen das eine Schriftstellerin ein Werk auch analysiert welches sie uebersetzt. Macht es wahrscheinlich nicht so sonderlich einfach.

    Was die Zeit betrifft gibt es folgende Analogie, egal ob man glaeubig ist oder nicht - Wenn der liebe Gott diese Erde in 6 Tagen geschaffen hat, bieten 600 Seiten bis Ende Maerz eine andere Zeitperspektive.

    Ueber das Ergebniss der Erde laesst sich sicherlich streiten....

    Bon chance.

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  2. Merci Monsieur!

    Interessante Vorstellung, das mit der Analyse. Sie stand mir Anfang sogar im Weg! Jetzt verkneife ich sie mir, weil ich sonst den Autor nicht mehr "hören" würde. Ich muss ja einen Ton entwickeln, der seinem nahekommt.
    Aber ich denke, es hilft in diesem besonderen Fall sehr, selbst zu schreiben, wenn ich z.B. Reime bilden muss oder literarische Metaphern umsetzen, Rhythmen nach"dichten".

    Dann geh ich mal wieder Göttin spielen, simsalabim ;-)
    Grüße über den Hügel!

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  3. Ja, vielleicht schaffen die Duefte von Criqui und Rebert es zu Ihnen - beide haben heute Tag der Offenen Tuer. Madame Criqui ist dabei wesentlicher knauseriger als der weltoffene Rebert. Dafuer bietet Madame Criqui die bessere Unterhaltung.

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