Brotjobben

Was macht eine Autorin, wenn sie nicht gerade Bücher schreibt? Gute Frage, denn die Autorin hat schon seit Wochen keine Zeit gehabt, an einem eigenen Buchprojekt zu arbeiten. Als Freiberufler füllt man den Kühlschrank besser mit sogenannten "Brotjobs", will heißen, Bücher bringen einem heutzutage nicht mehr nur keine Butter aufs Brot.

Den heutigen "Brotjob" liebe ich ganz besonders, wenn dafür auch die Buchübersetzung liegenbleiben muss. Aber es ist ein Kontrastprogramm, das einem herrlich den Kopf vom Computer wegrückt und zeigt, wo das wahre Leben spielt - und wie.

Draußen ist es grau, düster, nass. Tief hängen die Wolken am Berg und abends wird das in den Tälern und Waldstreifen wieder wabernde Nebel bringen. Ich prüfe meine Klamotten auf Regenfestigkeit, warm ist es ja. Dann werden die Wanderstiefel abgekratzt, ein ganzes Möhrenbeet könnte man in der schweren Tonerde anpflanzen. Da muss Platz her für rote Vogesensandsteinerde. Ist die Landkarte im Rucksack? Habe ich das Notizbuch dabei? Schnell noch einen Einkauf tätigen und auf dem Weg darüber nachdenken, welche Fragen gestellt werden müssen.

Unser Team trifft sich in einem winzigen, völlig abgelegenen französischen Dorf, um über winzige Pisten in ein ebenso winziges deutsches Dorf zu fahren, wo wir uns mit Menschen treffen, die etwas über die Geschichte, Natur und Kultur erzählen können. Am Gründungstag der UNESCO geht es ins deutsch-französische Biosphärenreservat. Was wir uns ausgedacht haben und woran wir arbeiten, wer "wir" ist und welche Dörfer wir besuchen, das werde ich verraten, wenn ich wieder zurück bin aus der Idylle. Nun ist es ja offiziell und im nächsten Jahr werden es die Bewohner und Besucher dieser Region nutzen können.

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