wegrationalisiert?

Ich habe vor kurzem in der Energiebuchhaltung angerufen. Die freundliche Frau am inneren Telefon zeigte mir unnötige Lecks und faselte etwas von Effizienzsteigerung und Synergien. Also hat Madame tief Luft geholt und die Schere angesetzt.
Mein Blog "sinnesreisen" zum Dreiländereck Baden - Pfalz und Elsass hat sich im Vergleich zu diesem hier nicht zu meiner Zufriedenheit entwickelt. Fast ausschließlich Zufallsleser durch Google, die konsumierten, nie kommentierten und lediglich schnell mal abrufen wollten, wo man am Wochenende günstig einkaufen könne. Das natürlich entsprechend sporadisch.  Das Experiment hat gezeigt, dass die gleichen Themen in meiner persönlichen Kolumne sehr viel besser ankommen. Außerdem habe ich hier das Gefühl, wirklich "meine Leser" ansprechen zu können und nicht irgendwelch Zufallssurfer. Und selbst die haken sich lieber in "cronenburg" fest.

Ergo: "sinnesreisen" besteht weiter als Archiv, wird jedoch eingestellt.
Stattdessen werde ich hier einbauen, was ich über Europa und das Dreiländereck zu sagen habe, dafür gibt es das eigene Ressort Dreiländereck und natürlich weiterhin die Tags Elsass oder Sinnesreisen.

Neues bei "cronenburg" geplant:

Interviews
Die freiwerdende Energie stecke ich in den Innenausbau von "cronenburg", mit dem ich ein paar Pläne in Richtung Journalismus habe. Wenn alles klappt, wie ich mir das vorstelle, wird es hier hin und wieder einmal ein Interview mit Menschen geben, die... Mehr wird nicht verraten.

Rezensionen
Soweit es meine freie Lesezeit zulässt, möchte ich auch wieder mehr Rezensionen bringen. Und zwar gnadenlos subjektiv ausgewählt, ungeachtet des Alters eines Buchs. Mein Ziel: die guten alten Feuilletonwerte wiederzubeleben, nämlich abseits der Hypes und Literaturpreismoden das Trüffelschwein zu spielen, genauer hinzuschauen, wo sonst keiner hinschaut oder viele schon vergessen haben. Da kann es auch einmal passieren, dass ich einen Bestseller gegen den Strich bürste oder mit einem Noname vergleiche (pschttt... am Montag fange ich ausgerechnet mit einer Nr.1 an). Ich werde aber die meiste Zeit eher auf die Verlage und Autoren blicken, die meiner Meinung nach noch viel stärker zu entdecken sind.

Noch mehr Rezensionen im Internet? Wäre es eine ausreichende Entschuldigung, wenn ich sage, dass ich jahrelang als Kritikerin gearbeitet habe und das wieder ausleben möchte? Nein, Selbstbefriediger gibt es im Internet genug.
Aber vielleicht interessiert eine Handvoll Menschen da draußen, welche Perlen ich mir unbestechlich ganz persönlich angle und warum sie mich faszinieren. Unabhängig von Verlagen, Chefredakteuren und sonstigen Gehaltsschranken. Selbstausbeutung als Kritiker hat einen Vorteil: Man ist frei im Kopf. Und da werden so viele wunderbare Bücher gedruckt, die nicht in der Großbuchhandlung liegen, die einen nicht aus der Zeitung anspringen. Ich hoffe, dass diejenigen, die einen ähnlichen Lesegeschmack haben, ab und zu profitieren können - und die anderen nicht allzu gestört sind.
Übrigens werden das nicht ausschließlich Buchrezensionen sein - auch anderes lässt sich besprechen.

Wer es nicht bis Montag abwarten kann, findet im Archiv dieses Blogs z.B. meine Probleme mit der Kandinsky Ausstellung, Vorabjubel über Ortheil, Vergessenes von Gogol, einen deutschen Comicautor im Ausland, die Wiederentdeckung von Turgenjew oder Musik von Nadia Birkenstock und Vic Fin.

update:
Soeben die letzten 600 Artikel in die neuen Ressorts (Menu rechts) einsortiert.

Kommentare:

  1. Ja, bitte! Endlich ein Feuilleton, das diesen Namen verdient!!!

    Ich freue mich schon jetzt aufs Lesen, dafür nehm ich mir die Zeit.

    (Das mit dem anderen Blog könnte auch sein, dass dieses hier einfach bekannter ist aus Twitter & Co.?)

    Liebe Grüße
    Anni

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  2. Danke für die Vorschusslorbeeren, Anni, aber die sind doch zu groß für eine Ein-Frau-Unternehmung. Für ein ordentliches Feuilleton müsste ich - bezahlte - RedakteurInnen einstellen, webtechnisch mehr auf der Pfanne haben, mehr Zeit investieren und auf jede Menge Kontakte zurückgreifen können.

    Ich fange ganz klein und winzig von unten an und dann schauen wir mal, was wächst und wie es sich vernetzt. Viele kleine Pflänzchen füllen ja auch ein Treibhaus...

    Herzlich,
    Petra

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