Jahreswechselarbeitscrash

Ich will ja nicht jammern, es ist das Los der Freiberufler: Vor dem 31.12., 24 Uhr, muss so viel passieren! Heute bin ich richtig froh, zwei Telefone zu haben, denn der Akku des einen ist restlos leer telefoniert. Zwei Tage Paragraphenlesen und Durchdenken, Verträge werden immer komplizierter, und ohne Anwalts Übersetzung würde ich das machen müssen, was die meisten machen: Blindflug.

Amtsbriefe, auch so ein Vergnügen. Französische Amtsbriefe drohen einem gleich so vergnüglich: Wenn Sie unsere Mitarbeiterin nicht noch in diesem Jahr kontaktieren, um im nächsten den Termin zu machen, lassen wir Ihnen den Himmel auf den Kopf fallen. Natürlich ist die Mitarbeiterin, für die man sich überschlägt, in Urlaub. Heiliger Majestix!

Und dann die VG Wort. Ich liebe deren Technik inzwischen heiß und innig. Ist es nicht schon kompliziert genug gewesen, den Online-Zugang zu bekommen, so kann ich grundsätzlich das, was ich zu melden habe, dann doch wieder nur auf Papier tun, denn das ... geht halt noch nicht online. Dann haben sie jetzt immerhin endlich mitbekommen, dass das bisherige Zählsystem für Onlineveröffentlichungen nicht praktikabel ist. Hätte ihnen jeder Autor sofort sagen können. Nun darf man nachmelden, alles einzeln hinschieben, aber bitte vorher noch die Anschläge zählen. Da brauche ich erst mal einen Kaffee für die Sisyphusarbeit. Und ich wette, das mit dem Onlinezugang klappt dann wieder nicht. Wie schon mal.

Sollte ich wider alles Erwarten einmal reich und berühmt werden, stelle ich einen Privatsekretär ein.

In diesem Sinne: Frohe Endjahresarbeiten mit viel innerem Rutsch!

Kommentare:

  1. Hi Petra,
    ich habe in einer langen Aktion mit eckigen Augen meine ganzen Suite101 Artikel nun online gemeldet. Aber ich habe mir erspart, da die Zeichen zu zählen. Einfach alles ins Formular reinkopiert und abgeschickt. Sollen die doch zählen und mosern, wenn es nicht stimmt. Überhaupt nicht verstehe ich, wie die feststellen wollen (ohne Zählpixel) ob die erforderlichen Mindestabrufe erreicht wurden. Wenn es aber wirklich 30-40 Euro je Artikel geben sollte (so war das wohl 2007) dann hat sich der Aufwand bei mehr als 70, die ich nun auf den letzten Drücker eingereicht habe, doch gelohnt.

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  2. Hallo Alexander,
    es ist ja "nur" eine Sonderausschüttung (mit anderen Tantiemen), weil das echte Meldeverfahren mit den Pixeln bei den wenigsten funktioniert. Also sozusagen eine Pauschalentschädigung für entgangene Freuden, vor allem für die, die bisher immer durchfielen.

    Ich würde sowas ja gern pünktlicher machen, aber bis sich diese Sonderaktionen bis nach Frankreich herumgesprochen haben ...

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  3. Uff, nach 65 Einzelmeldungen und noch sieben unerledigten Monaten bin ich Gemüse und brauch erst mal die berühmte "Tass Kaff".
    Alexander, eine Ergänzung: Die Sonderausschüttung gilt nur für Autoen, die bisher keine Zählpixel einbauen konnten und somit noch nie normal gemeldet haben. Wer dagegen verstößt oder wahllos alles reinkopiert, geht der Ausschüttung ganz verlustig.
    Die Zeichenzahl kann man einmal via Word - Zeichenzählen feststellen.

    Und fragt mich bitte keiner, wie lange ich gebraucht habe, um herauszufinden, dass ein Hörbuch ein Sprachtonträger ist. Das ist aucgh niedlich: Gemeldet wird in ein hochmodernes pdf-Formular, das man dann ausdrucken muss, um es per Post wegzuschicken.

    Ich bekomme den Affen... noch sieben Monate abarbeiten...

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  4. Hi Petra,
    ja, dass das mit der Sonderausschüttunbg nur für die gilt, die keine Pixel einbauen konnten, wusste ich und das ist bei suite101 auch so. Außerdem muss es ja noch andere Kriterien erfüllen (frei verfügbar ohne Kopierschutz etc.)
    Meine Hörbücher hatte ich dtotoal vergessen. Das schaffe ich nun am 31. auch nicht mehr Sch...

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