22.02.2011

Buchpreisbindung

22.02.2011
Die Buchpreisbindung, die nicht nur in Deutschland, sondern auch vielen anderen Ländern Europas gesetzlich vorgeschrieben ist, wird zunehmend ein Thema für Laien im Verlagsgeschäft. Denn sie muss auch von PoD-Autoren und Selbstverlegern eingehalten werden. Eine Grauzone entsteht dort, wo deutsche Autoren selbst einfach in den USA verlegen. Einige europäische Länder wie z.B. Frankreich verhandeln derzeit über Gegenmaßnahmen in solchen Fällen.

Was von Laien gern verwechselt wird: Das Buchpreisbindungsgesetz schreibt nicht vor, dass alle Ausgaben eines Buchs den gleichen Preis haben müssen. Es schreibt vor, dass eine bestimmte Ausgabe (HC oder TB oder E-Book etc.) von allen Anbietern zum gleichen Preis angeboten werden muss.

In die Diskussion geraten ist die Buchpreisbindung wieder durch die oft als viel zu hoch empfundenen E-Book-Preise, die der Branchenriese Amazon mit einer Barriere nach oben (9,99$) brechen will. Das würde bedeuten, dass ein E-Book, das anderswo für z.B. 20 E angeboten wird, bei Amazon nur den Gegenwert von maximal 9,99 E kosten dürfte.

Gegner der bisherigen üblichen Preiskalkulation führen an, dass sich überteuerte E-Books nicht durchsetzen würden und der europäische Markt gegenüber dem US-Markt verlieren könnte. Befürworter geben kritisch zu bedenken, welche Folgen es hat, wenn Händler wie Amazon künftig Verlagen und dem Rest des Buchhandels die Preispolitik diktierten und die Preise anderer Händler unterliefen.

Was aber besagt das Buchpreisbindungsgesetz? Hier ein paar Links zur Information:

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