Alles neu macht der Mai

Madame hat gebastelt, weil sie vor der Hundeoperation eh zu nichts nutze ist...

Neu ist im Menu eine Stammleser-Community. Ein Wahlspruch, mit dem ich einmal bei meinem Agenten angab:
"Ich würde mir für nur drei LeserInnen die gleiche Mühe geben."
Über zehn Jahre später habe ich es immerhin auf ein Dutzend StammleserInnen gebracht. Ja, für euch schreibe ich, ganz genau für euch!

Ganz neu und extra nebenher - ein Roman tut so, als würde er entstehen wollen. Noch ist es nur heiße Luft, aber man kann damit vorzüglich ein Blog füllen. Die Leserinnen und Leser sind sozusagen vom Augenblick der Zeugung bis zur hoffentlich stattfindenden Geburt live als Voyeure dabei:
Romangeburt (auch hier rechts oben im Menu mit den neuesten Beiträgen zum Anklicken).

Vaslav Nijinsky wird natürlich weiter bestückt werden - denn nach Abgabe des Auftrags dauert es nur noch 4-6 Wochen bis zum Erscheinen. Und was ist schöner, als im Blog all die Informationen loszuwerden, die aus einem Buch gestrichen werden müssen!

Und nein, ich werde nicht mehr bloggen als sonst. Nur anders, besser aufgeräumt, neu sortiert. Nicht ich habe mehr Arbeit - meine LeserInnen werden sich öfter hin- und herklicken müssen. Was meinen die zur Mehrarbeit? Zumutung?

Kommentare:

  1. Liebe Petra,
    im Grunde gefällt mir die Idee mit dem Roman-Weblog.
    Trotzdem melde ich Bedenken an.
    Ich habe ja ähnliches probiert. Um meine Leser ganz gezielt mit Informationen zu meinem aktuellen Roman Holundermond füttern zu können, habe ich einen extra Holundemond-Blog eingerichtet. Dort - so dachte ich - müssen sich die Interessierten nicht mühsam durch alle Beiträge scrollen oder durch Labels klicken, um die für sie spannenden Beiträge rund um den Roman lesen zu können.
    Heute würde ich das nicht wieder machen und ich war sogar kurz davor, den Holunder-Blog wieder zu löschen. Die ganz große Mehrheit meiner Leser ist und bleibt auf meinem Blog. Auch der Holundermondblog hat Stammleser, aber doch vergleichsweise wenige. Nun mag es ja sein, dass der Roman einfach so wenige interessiert, aber anhand der Zahlen der täglichen Klicks, der Herkunftspfade etc. wage ich mal zu behaupten, dass die meisten Blogleser zu faul sind, sich hin- und herzuklicken.
    Vielleicht täusche ich mich, aber ich sehe es ja auch ein bisschen an meinem eigenen Leseverhalten. Ich bin oft sogar zu faul, die sicher interessanten und gut gemeinten Links innerhalb eines Postings anzuklicken.
    Aber ich bin wirklich gespannt, wie andere das sehen und wünsche dir natürlich trotzdem viele Besucher in all deinen Projekten.

    Liebe Grüße
    Jutta

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  2. Liebe Jutta,
    danke für den Erfahrungsbericht! Ich denke, jeder, der auch nur einigermaßen kohärente Themen beackert, sollte auch unbedingt bei einem einzigen Blog bleiben. Mein Problem ist: Meine Themen uhnd Interessen liegen oft diametral auseinander. Meine Leserschaften darum auch.

    Ich bilde mir ein, das Publikum hier ziemlich gut einschätzen zu können - die wollen mein Blog, wie es ist, aber nicht unbedingt meine Bücher lesen. Haben mir auch schon öfter welche geschrieben: "Ihr Blog lese ich gern, aber ich würde nie eins Ihrer Bücher kaufen". Eine Handvoll davon würde vielleicht mein Nijinsky-Buch kaufen, weil sie mich und mein Schreiben und Denken kennen.

    Aber das eigentliche Zielpublikum, die Ballettomanen, die Interessierten an der Avantgarde, an russischer Kultur, an Outsider-Kunst - die erreiche ich hier nicht. Die wollen nichts über die Buchbranche und Autorenquälereien lesen. Die muss ich ganz woanders finden - mit einem Blog, das ihren Interessen entspricht. Natürlich reicht es nicht, auf Zufallstreffer von Google zu warten.

    Bei Issuu lasen fast 500 Menschen meine Leseprobe zum Nijinsky. Die kamen nur zu winzigen Teilen von hier und lesen dieses Blog auch heute nicht. Mein Nijinsky-Blog wird von sehr vielen Leuten aus dem Ausland gelesen, das hier kaum. Ich nehme mir hier damit keine Leser, ich gewinne woanders andere. Ja, das sind extrem viel weniger. Weil es mindestens ein Jahr und Vernetzungsarbeit braucht, bis sich ein Blog etabliert hat.
    Das ist auch der Grund, warum ich spätestens bis zum Erscheinen des Nijinsky zu Facebook muss, obwohl ich die Plattform, hasse.
    Und ich darf eins nie vergessen: der Großteil meiner Leser lebt offline oder kommuniziert nicht wie bekloppt im Internet herum.

    Fortsetzung folgt...

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  3. Natürlich würde ich mir ein faules Ei legen, würde ich dieses Blog vernachlässigen. Aber mit dem Romangesumsel nehme ich ja keinerlei Inhalte weg - hab ich hier je über Romane gesumselt? ;-)

    Außerdem gestehe ich: Der Romanblog ist auch so etwas wie ein künstlerisches Experiment am lebendigen Leib. Mich treiben folgende Themen um: Wahrnehmungsfragmentierung, wie entstehen kollektive Bilder, was ist die Realität in der Illusion etc. Dafür ist das Internet nach dem Futurismus der ideale Spielplatz! ;-)
    Das ist dort alles ganz egomanisch. Ich schreibe "Romangeburt" in erster Linie für mich selbst. Ich kann später auch leichter benötigte Fachleute mit einem Link anhauen, als dass ich sie mühsam hier stöbern lassen muss.

    Das Hin- und Hergelinke ist ein Angebote. Zwingen kann ich natürlich keinen.

    Schöne Grüße,
    Petra

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In diesem Blog ist kein Platz für diesen Dreck. Ich lese das auch nicht, sondern lasse automatisch löschen.

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