Schreiben und Lehren

Jetzt dürfen alle hämisch grinsen, die meine Abneigung gegen Schreibratgeber der amerikanischen Art kennen. Ich werde Ratgeber schreiben. So, und jetzt genug gegrinst: Ich werde es mir weiterhin verkneifen, Schreiben nach Bauklötzchenmethode lehren zu wollen. Ein Creative Writing Kurs bei mir hätte wahrscheinlich fatale Folgen und wäre so anders, dass die braven Schüler nach einer Stunde die Flucht ergreifen würden. Ich widme mich lieber den Themen, die ich auch beherrsche...

Schimpfe nie wieder jemand über Social Media, die würden beruflich nichts bringen. Das liegt dann meist an der Art des eigenen Gebrauchs derselben. Und daran, dass sich Dinge nicht direkt in Zahlen ausdrücken, sondern indirekt durch Kontakteknüpfen und Inhalte zustande kommen. Drum freue ich mich sehr, dass meine ganze Bloggerei, die ganze Twitterei und Facebookerei, Früchte tragen. Ein E-Book-Verlag, der ab und zu mitgelesen hat, will Ratgeber zu diesen Themen mit mir produzieren (das haben wir per FB ausgehandelt, so viel zu modernen Kontaktformen). Es geht erst einmal um Self Publishing (und die Entscheidungsfragen auch für Verlagsautoren) und zum anderen um PR fürs eigene Buch. Kein Endlosgelabere wie hier im Blog, sondern klare Entscheidungshilfen und Tipps.

Und natürlich liegen da noch einige Themen auf der Straße, denn vieles, was fürs Self Publishing überlebenswichtig ist, wird auch als Kompetenz für Verlagsautoren zunehmend wichtiger - wie etwa der wirklich professionelle Gebrauch von Social Media und Blogs.

Parallel habe ich vor, zu diesen Themen auch Kurse zu geben, in der man die graue Theorie praxisbezogener und persönlicher lernen kann und womöglich am eigenen Projekt erproben. Das nächste wird also ein Konzept fürs E-Learning sein, wobei ich im Moment mit yahoo-groups als der einfachsten und billigsten Technikplattform liebäugle. "Körperliche" Kurse wären natürlich auch möglich, dazu bräuchte man allerdings Räumlichkeiten - und die Autorinnen und Autoren müssten reisen und für Unterkunft und Essen sorgen. Ich überlege noch, ob ich das in die nächsten Zentren und Verkehrsknotenpunkte Karlsruhe oder Baden-Baden legen würde oder so eine Art Sommerschule im Elsass auf dem platten Land (ohne Nahverkehr) anbieten wollte.

Wie sieht denn der Bedarf beim Publikum aus?
In welcher Form würdet ihr einen Kurs buchen? Wo seht ihr die Unterschiede zwischen Online-Kursen und Real-Life-Lernen? Was erwartet ihr von solchen Workshops? Gibt es Dinge, die ihr speziell lernen oder trainieren wolltet? Habt ihr eher Bedarf an Gruppenuntericht, an First-Steps oder an sehr persönlichem Coaching?

Während des Schreibens meiner Bücher nehme ich jede Anregung gern entgegen! Und am liebsten direkt hier im Blog, damit auch diejenigen etwas davon haben, die nicht bei FB oder Twitter sind. ;-)

Kommentare:

  1. Ich bekomme zu diesem Beitrag einige private Zuschriften, ob ich nicht Angst vor Ideenklau hätte - und was ich machen würde, wenn jetzt einfach jemand etwas aus meinem Blog zusammenschreibt und veröffentlicht.

    Zu letzterem: Dieser Jemand würde nicht mehr glücklich. Er würde nicht nur die Eckzähne meines sehr guten Urheberrechtsanwalts zu sehen bekommen, sondern auch mit der Verwertungsgesellschaft Wort zu tun bekommen, bei der dieses Blog registriert ist. Bei Urheberrechtsklau würde ich ungehemmt zur Furie - mit allen rechtlichen Mitteln. Und die Mittel, Blogabschreiber zu finden, sind heutzutage enorm.

    Ansonsten: Ich schreibe seit fünfzehn Jahren Sachbücher, wobei ich auch schon von einem Fremdverlag, von einem weiblichen Themenscout und selbst vom eigenen Verlag beklaut wurde. Und zwar direkt am Exposée, was über den ja nicht geschützten Ideenklau hinausgeht. Dabei habe ich jede Menge gelernt.

    Jener eigene Verlag produzierte einen vollen Flop, weil die Billigst-Hausautorin meinem Thema nicht gewachsen war und ritt sich durch sein Geschäftsgebaren so lange in die Miesen, bis er unterging. Ich hatte ihn aufgrund der Sache verlassen und blieb oben.

    Ideen lassen sich nicht schützen. Natürlich kann jeder Heini einen Schreibratgeber schreiben und mindestens 100 Heinis tun das auch. Wie viele Diätratgeber gibt es? Eben. Man muss das Ding einfach so schreiben, dass die Leute nicht bei Heini kaufen wollen, sondern bei Hein Blöd.

    Keine Angst um mich. Was ich wirklich und tatsächlich schreibe und lehren will, steht in diesem Beitrag nicht. Ich verfasse solche Beiträge sogar hinterhältig so, dass dreiste Klauer ganz dumm dastehen, wenn sie den Trick nicht bemerken. Und sie bemerken ihn nie.

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  2. Meine Meinung weißt Du ja schon: Seminar "auf'm Land"! Die Region ist wunderschön, irgendwelche angetrauten oder sonst in einer anderen Art liierten kann man zum vor- oder nachgeschalteten Kurzurlaub in der Region parken. Vielleicht sollest Du dann in die Ausschreibung reinschreiben, dass dieses Angebot für Verfressene und Leckerschmecker besonders geeignet ist und den Link hier einfügen: http://www.restaurant-anthon.fr/restaurant.php

    Ok, nicht ganz billig, aber oberlecker. Und 'Currywurst mit Pommes Bahnschranke' kann man ja auch zuhause essen!

    Kurz und knapp: Ich finde, die Variante hätte was und ich wäre dabei!

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  3. Zur Verbindung mit diesem wunderbaren Hotel müsste ich erst mal weit umziehen ;-) Aber die Variante Genusslernen ist bereits angedacht... Da kämen dann die Parallelen zwischen Kochen und Schreiben zum Tragen, hihihi...

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