Die Romanin der Autorin

Analog zu den Hundstagen geht es weiter mit einem skurrilen Fundstück. Heute haben wir es mit Buchtiteln. So langsam übertreffen sich die Titel-Erfinder sogenannter "-in Romane" gegenseitig. Da erscheint doch Ende des Jahres ernsthaft ein Titel wie "Die Ritterin des Königs". Na, wenn das keinin Hosenrollin ist! Kartenspielerinnen wünschen sich gleich "Die Bubin der Königin" hintennach.

Hündinnentaginnen, verd-amme-te Hitzin, kann frau da nur noch stöhnen. Ob Frau Trömel-Plötz sich das je hätte träumen lassen?

Kommentare:

  1. Kirsten Brandt10/11/08 15:37

    Ja, ja, der Titel ist doof, aber das Buch ist es nicht - Hand drauf! Im Original heißt es "Die Legende vom Durchsichtigen König". aber da hat die Marketingabteilung des Verlags gestreikt. Frau Montero kann nichts dafür!!! (Und auch nicht die beiden Übersetzerinnen, die sich hartnäckig, aber vergeblich für einen anderen Titel eingesetzt haben).

    Kirsten brandt (eine der beiden Übersetzerinnen)

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  2. Liebe Frau Brandt,
    wir Autoren leiden ja am meisten unter solch seltsamen Entscheidungen und nicht wenige Kolleginnen finden es inzwischen entsetzlich, dass nichts in einem Titel männlich sein darf, weil Männer angeblich nicht lesen (ich glaube eher, sie geben das Lesen auf, wenn man sie missachtet). Und auch die Leserinnen sind zunehmend genervt.

    Vielleicht hilft es ja, einmal offen zu legen, wer wirklich solche Titel "verbricht"? (Nämlich so gut wie nie Autoren und Übersetzer). Es wäre ja zu schön, wenn das Marketing auch die Schöpfer achten würde...

    Schöne Grüße,
    Petra van Cronenburg

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  3. Das hat doch nur teilweise mit deem Titel zu tun, auch der inhalt ist meist gotterbärmlich, nehmen wir nur mal "Die Päpstin" als Beispiel. Und erzähle mir keiner, daß Iny Lorentz auch nur ansatzweise nennenswerte Literatur schreibe. Ich würde es schlicht nicht glauben. Montero - mit Verlegern wie Peter Hammer oder dem Europa - Verlag mag eine Ausnahme sein - und ich habe Mitleid mit allen Autoren, die in solcherlei Marketingzwänge gebunden sind, aber vermute, die Schiene ist in vielen Fällen auch schlicht passend. Ich selbst - übrigens Mann - bewege mich lesend auf einer anderen Ebene. Meine 8000 Bände umfassende Bibliothek kam bislang ohne das aus....

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