Mit fliegenden Fahnen ...

Ich trinke freiwillig Fencheltee ohne jede Süße. Das bedeutet bei mir, dass ich die Notbremse ziehen muss. Rund 100 Seiten Amtsdossiers haben mich an den Rand des Wahnsinns gebracht. Nun liegt der Krempel auf der Post, der Felsblock fällt vom Magen und ich werde meinen Vorsätzen untreu. Eigentlich wollte ich noch zwei hervorragende Bücher vorstellen. Weil die bis Weihnachten aber eh keiner mehr bekommt und weil man Bücher mit viel mehr Muße auch 2012 kaufen kann, verschiebe ich das Ganze und mache die Schotten dicht.

Ich bin - abgesehen von ein paar losen Schwätzchen in Recherchepausen - bis zum 6. Januar social-media-flüchtig. Offline bin ich nicht, denn ich recherchiere seit heute fest für mein nächstes Buch. Und das ist auch genau das, was ich in den nächsten Tagen machen werde: SCHREIBEN. Nicht einfach nur vor mich hin schreiben. Endlich wieder literarisch schreiben, im herrlich einsamen Kämmerlein, zurückgezogen von aller Hektik, frei von allen Verpflichtungen. Mit Schrecken habe ich festgestellt, wie mich der Schreibentzug der letzten Wochen regelrecht krank macht. Mein Roman will raus und wenn ich ihm nicht bald ein Ventil schaffe, geht es mir wie diesen Leuten, die von "Alien" befallen waren - dann gebiert sich das Ding von selbst und ich platze. Ansonsten entfleuche ich in die Welt der Russen und anderer Berühmtheiten im 19. Jahrhundert. Endlich wieder LEBEN.

Ich werde nur wirklich lebenswichtige Mails beantworten und keinerlei Karten verschicken.

Ich bedanke mich bei allen treuen Leserinnen und Lesern und bei den weniger treuen auch! Sie sind es, die mir so manchen Fencheltee ersparen - weil ich dank meiner LeserInnen immer wieder daran erinnert werde, wozu ich da bin.

Ich wünsche allen eine möglichst stress- und frustlose Zeit und einen guten Rutsch in ein herrliches Weltuntergangsjahr voller Leben und neuer Ideen -

Petra van Cronenburg

Kommentare:

  1. ... ich wünsche gutes erLEBEN!!

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  2. Das freut mich sehr zu hören! schließlich würde ich 2012 oder 13 oder 14 auch gerne wieder etwas von Dir lesen.
    Ich wünsche Dir viel Freude im 19. Jahrhundert.

    Herzliche Grüße
    Nikola

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  3. So sollte man es als AutorIn wirklich machen, Petra! Ich wünsche dir ein tiefes Eintauchen in diese Welt. Und ich kann es gut nachvollziehen, denn ich musste mir die guten Schreibphasen der letzten Tage auch erkämpfen.
    Dann liest man sich also im neuen Jahr, und keine Sorge: Ich lösche kein Blog, nur weil ab und zu Pausen entstehen.

    Herzlichst
    Christa

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