Ich bin ein Schweinlein

Gute Vorsätze gibt es bekanntlich bei mir nicht. Ich finde, man muss auch einmal lustvoll über die Stränge schlagen. Im Moment benehme ich mich ohnehin wie das Schweinlein vom Dienst:
  • Ich habe Amazon noch reicher gemacht und ihm einen Kindle abgekauft. Ich hätte einen Reader nebst E-Books ja auch zu gern im unabhängigen Buchhandel erstanden, aber leider ...
  • Ich lese jetzt Bücher mit Atomstrom. Spare aber dafür an Lampe und Lesebrille.
  • Ich lache mich krank über die Entweder-Oder-Lobby und all diese unnützen Diskussionen, ob oder ob nicht.
  • Ich lese mich dussig an kostenlosen Büchern, die mir Verlage bisher auf Papier vorenthielten.
Eine solche Schweinerei hat natürlich Folgen:

Ich habe heute so viel gelesen wie schon lange nicht mehr. Ohne Lesebrille, ohne müde Augen, ohne steife Handgelenke und ohne Buchklops, der mir beim Einschlafen ins Gesicht fällt. Bücher, von deren Existenz ich kaum etwas ahnte. Da war etwa der Vampirreißer von Iwan. Nein, nicht vom schrecklichen, sondern von Iwan Turgenjew. Der Mann hat tatsächlich eine ach so rahamontische Vampirsgeschichte geschrieben, in dem sein Lebenssaft fröhlich einer seltsamen Dame entgegenblubbert. Warum hat Suhrkamp-Insel das noch nicht entdeckt? Oder dieses BISSchen Verlag ...

Nebenbei habe ich spielerisch begriffen, worauf es beim Herstellen eines E-Books ankommt und warum das trotz aller Bedenkenträger sowas von kinderleicht ist. Man darf gar nicht laut sagen, wie leicht es ist, seine Bücher in E-Books umzusetzen - zumindest für den Kindle und wenn es sich um Belletristik handelt.

Nachdem ich "Faszination Nijinsky" nun auf dem Kindle härtetesten kann, darf ich verraten, dass ich mir das E-Book sozusagen zwischen Dessert und Kaffee gebastelt habe. Sieht richtig gut aus! Jetzt muss ich nur noch kapieren, wie man ein Inhaltsverzeichnis programmiert. Und wenn ich das dann fehlerfrei schaffe, ist dem Veröffentlichungswahnsinn Tür und Tor geöffnet. Ich geh dann mal wieder leben lesen! leseleben!

Kommentare:

  1. Ich habe einen schicken roten Sony Touch Reader geschenkt bekommen und freue mich wie doof darüber. Bin nur noch nicht wirklich zum Lesen gekommen, irgendwie ist im Moment mehr Arbeit, als Zeit plus Sommerferien und noch ein Papierbuch zu bewältigen.
    Doof finde ich, dass man mal wieder ein Ladekabel extra kaufen muss, wenn man nicht nur über LaptopPC aufladen will. Was alleine der Zubehörmarkt bei elektronischem Schnick wert ist ...

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  2. Oja, der Schnick - grausam! Allein, was mit den Reader-Hüllen Reibach gemacht wird, manche kostet so viel wie das Gerät selbst. Die wirklich schützen, kosten ab 30-40 Euro ... da lohnt sich Selberbasteln wieder.

    Ich komme bei solchen Sachen ja immer ins Grübeln: Mit welchem Schnickschnack könnte ich als Autorin so richtig Reibach machen? ;-) Vielleicht sollte ich mir für die nächste Lesung eine Robe sponsern lassen?!? Und als Readerhülle abschreiben?
    Wünsche einen herrlichen Sommer, wenn ich auch grad neidisch drauf bin :-)

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