Die neue Kollektion krabbelt herum!

Wer mir auf Instagram folgt, wird es bereits mitbekommen haben: Im Atelier Tetebrec fertige ich inzwischen nicht nur Schmuck (oder male Bilder). Die Idee mit meiner Käferserie zum Artenschutz, die ich heimlich still und leise nur für mich und womöglich eine Ausstellung in der Zukunft fertige, hat sozusagen Kleine bekommen: Blumen und Wildkräuter, Schmetterlinge, Libellen - die in der Art von Herbarien oder Insektensammlungen hinter Glas montiert werden.



Die Materialien: immer wieder natürlich Papier unterschiedlicher Sorten. Aber auch recycelte Fundstücke. Da kann vom Plastikmüll, den ich in der Natur gefunden habe, bis hin zu altem Geschenkband und neuen feinsten Glasperlen alles dabei sein. Es gibt eine bunte Flicken-Überraschungskiste, aus der mich Material regelrecht anschreit, es möchte jetzt zu dem oder dem Tier werden. Ziemlich aufwändig das Ganze, wie aufwändig - davon bin ich selbst überrascht, aber es macht riesig Spaß. So genau habe ich selten Blumen und Pflanzen studiert, mit Zeichnungen und Fotos - und einem Herbarium, in dem ich sie einklebe, um die natürlichen Proportionen zu erinnern. Also auch eine sehr meditative Vorarbeit, die wunderschön ist.



Ein kleiner Nebeneffekt ist, dass ich entweder anders fokussiere oder die Blüten im Atelier langsam die Protagonisten anziehen. Gestern umschwirrte mich eine Libelle im Zimmer, der ein oder andere Käfer krabbelt über den Schreibtisch und im Garten gibt es wunderschöne Schmetterlinge.



Anders als beim Schmuck sind diese kleinen "Papierskulpturen" empfindlich gegen Feuchtigkeit und dürfen darum nicht in den Regen. So kam ich auf die Idee, sie in Rahmen mit einer gewissen Tiefe unterzubringen. Im Winter werden sie über die dunkle Jahreszeit hinwegtrösten!



Premiere in der Öffentlichkeit ist am 15.08.2019 auf dem "Regionalmarkt" des Maison Rurale im elsässischen (nicht im bayrischen!) Kutzenhausen. Regionalmarkt sag ich mal flapsig, weil der wahre Name ein Bandwurm ist: Marché du terroir, de l’art et de l’artisanat et brocante des brodeuses - oder auf Deutsch nicht minder lang: Markt für regionale Produkte, Kunst und Handwerk, Trödelmarkt der Stickerinnen.



Das Maison Rurale habe ich im Blog bereits vorgestellt, es ist ein restaurierter Komplex eines Bauernhofs mitten im Ort und Kulturerbezentrum. Um 10 Uhr geht es los, der Tag ist Feiertag in Frankreich. Der Eintritt für den Markt ist frei, die Sonderausstellung (Bier im Elsass) und Museum kosten Eintritt, lohnen sich aber dicke! Und für Verpflegung ist außerdem gesorgt. Und weil es so viele feine Sächelchen gibt, möglichst viel Geld mitnehmen! Wie üblich bei solchen offenen Märkten werden nämlich meist keine Karten oder Schecks angenommen.



Ausführliche Infos gibt es auf Französisch hier - inklusive der Liste der TeilnehmerInnen. Bei der deutschen Version ist die Teilnehmerliste als pdf nicht ganz vollständig und es fehlt die Angabe, dass der Markt selbst keinen Eintritt kostet.

Tja, und ich muss jetzt weiter kleben und formen, zum Schluss alles zurechtbiegen und rahmen. Drückt mir die Daumen, dass es keine neue Canicule geben wird, denn bei weit über 30 Grad müsste ich passen ...

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