Nicht werben und verkaufen

Wie wird man als Autor zur Marke? Wie wird man als Schriftsteller den modernen Anforderungen in den Social Media gerecht? PR-Laien verwechseln leider den öffentlichen Auftritt im Internet allzu oft mit aggressiver Werbung und Selbstbeweihräucherung à la Billiger Jakob: "Kauft mich, ich bin der Beste!"

Die Expertin Wibke Ladwig von der Kommunikationswerkstatt Sinn und Verstand hat für Pearson Deutschland, die Frankfurt Academy und TOC bei der Buchmesse einen Vortrag über Ich-Marketing für Autoren gehalten und die Folien dankenswerterweise ins Netz gestellt (Link). Ihr Fazit ist so einfach wie einleuchtend: Social Media ist nicht werben und verkaufen. Es geht um sehr viel mehr. Und was mir besonders an ihren Ausführungen gefällt: Vernetzen findet nicht nur im Internet statt, man holt immer wieder gewisse Kontakte auch ins Offline-Leben - und umgekehrt.

Ich empfehle den Link übrigens nicht deshalb, weil ich neben Sebastian Fitzek bei dem Vortrag als "best practice"-Beispiel vorkomme. Das hatte mich zunächst positiv erschreckt. Erschreckt deshalb, weil ich bis dahin glaubte, mir bei meinen Webauftritten gar nicht so viele Gedanken zu machen. Positiv deshalb, weil meine ach so einfache 5-Stufen-Formel für Social Media offensichtlich aufgeht:
  1. Du musst anderen etwas zu geben haben - und weit mehr als nur deine Bücher.
  2. Sei kein Verkäufer, sei Kommunikator.
  3. Entwickle eine präzise PR-Strategie, aber bleibe auch darin absolut authentisch.
  4. Sei Mensch unter Menschen. Menschen haben Schwächen und Meinungen.
  5. Nutze die unterschiedlichen Kommunikationsplattformen adäquat zu ihren Strukturen.
Wäre da noch der gute alte Geheimtipp zu nennen, aber den beherzigen auch gute Verkäufer: Zuhören. Zuhören. Zuhören. ( = Beobachten)

Kommentare:

  1. Das ist echt interessant. Danke fürs Einstellen. So auf den Punkt gebracht habe ich das noch nie gelesen.
    Gruß Annette

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  2. Ich empfehle @sinnundverstand bei Twitter - da gibt's öfter solche guten Infos!

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  3. Ganz richtig: Zuhören, zuhören, zuhören; denn Zuhörer haben sofort Bonuspunkte. Abgesehen davon erfahren sie mehr als sie sonst u.U. von sich preisgeben müssten.

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  4. Das muss ich mir als "Madame Babbelwasser" immer wieder einbläuen, oder sagt man einbleuen?

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  5. "Das muss ich mir immer wieder vor Augen halten!"

    (Ist einfacher zu schreiben!)

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  6. Aber nicht stark genug für mich. Ich gebe anderen Ratschläge und mach selbst die Augen zu ;-)))

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