Südliche Genüsse

Frische Sardinen ... mit selbstgemachten Knoblauch-Kräuter-Öl bestrichen kurz angrillen und erst beim Servieren mit einem Hauch Rosensalz bestreuen. Oder ein Safranreis mit Rosensalz - Rosensalz aufs Butterbrot und in Möhrensalat, dessen Geschmack mit dem Saft einer halben Orange gehoben wird. Es gibt viele Verwendungsmöglichkeiten und meine Freunde sind wild auf mein Rosensalz.

Das Geheimnis: die Qualität der Zutaten und die Sorgfalt bei der Zubereitung
Wie man Rosensalz selbst macht, habe ich hier beschrieben. Wie bei vielen Dingen, die von Hand hergestellt werden, hängt die Qualität des Endprodukts natürlich von der Qualität der Zutaten ab. So verwende ich nur absolut unbehandelte Blütenblätter von historischen und englischen Duftrosen - und dabei sind Sorten, wie man sie auch traditionell in der Parfumerie verwendet: die Rose de Resht etwa oder die Ulrich Brunner von 1881. Über die Jahre habe ich mich auch durch sämtliche Salzsorten durchprobiert, die es in Frankreich gibt. Meiner Meinung nach muss es wegen des Zusammenspiels der Aromen unbedingt Meersalz sein. Ich persönlich bevorzuge das Grobsalz aus der Camargue. Dieses Meersalz aus den Salinen von Aigues Mortes ist natürlich weiß (normales Meersalz sieht grau aus). Auf einer Fläche so groß wie die Kernstadt von Paris lagern hier die blütenweißen Schätze in rosa angehauchten Becken - ein eindrucksvolles Naturschauspiel. Nach alter Tradition wird das Salz von Hand geschöpft. Damit es sich ordentlich mit dem Rosenaroma verbindet, mörsere ich es kurz vor dem Abfüllen von Hand auf Marmor. Nicht etwa, weil man sich ja sonst nichts gönnt, aber Marmor- und Porzellanmörser sind geschmacksneutral. Metall darf mit Salz nicht in Berührung kommen, es oxidiert sofort.

Warum ich das schon wieder erzähle? Ganz einfach: Diese Kiste Rosenblütenblätter, getrocknet in der Sommersonne von Frankreich, ist nicht für mich und meine Freunde. Während in meinem Krimi, von dem schon 180 Seiten stehen, die Leichen zwischen Rosen fallen, werfe ich nämlich jetzt schon die kleine Manufaktur fürs Crowdfunding an. Im Winter dann, wenn uns die Sehnsucht nach Sommer, Düften und Aromen am schlimmsten packt, wird es mein Rosensalz für fleißige Spender geben. Und ich behaupte jetzt mal frech: Wenn man es nicht selbst machen muss und kein Fertigzeug kauft, schmeckt es gleich nochmal so gut.

Wer nicht abwarten mag und jetzt schon "Rosiges" braucht - wie wäre es mit meiner Kulturgeschichte der Rose? Südfrankreich und Lavendelduft gibt's in meinem Roman "Lavendelblues".
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