Vorwort
Eigentlich darf man ernsthafte Tests nicht mit solchen miesen Fotos versehen. Ich bitte den Himmel zu entschuldigen, der sich heute rosa-leichentuchdüster über die Erde breitet, so dass nur extremes Kunstlicht die Welt erhellt.
Und eigentlich darf man Tests nicht so schreiben, wie ich das jetzt machen werde:
ohne jedes Fachsprech und technische Einzelheiten. Die könnt ihr nämlich bei Gugl nachschlagen, dort gibt es zig Tests von Technikfreaks. Ich dagegen bin Haptikerin, bin sinnliche Papierbuchverehrerin. Ich lege viel zu viel Geld in Preziosen von Ausstellungskatalogen und Kunstbüchern an und weine innerlich bei schlampig gemachten Taschenbüchern. Layouten habe ich selbst gelernt, noch in Klebsatzzeiten - und später mit Desktop Publishing.
Bücher möchte ich am liebsten mit allen Sinnen verspeisen, deshalb bin ich empfänglich für ihren Geruch, für die Haptik von gutem Papier und schlechten Lackierungen, für ausgesuchte Typografie und das Rascheln der Seiten. So viel zum Zielpublikum von Readern ... Auf dem ersten Foto darum meine beiden Bettlektüren im Ruhezustand.
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| Der Kindle mit Bildschirmschoner im ausgeschalteten Zustand |
Welcher Reader passte zur Frau?
Frauen sind verdammt anspruchsvoll. All dieses neue elektronische Gedöns, das derzeit die pralle Zukunft verspricht, ist mir noch nicht ausgereift genug. Und entweder haben die Geräte Gimmicks, die ich nicht brauche, oder bieten nicht, was ich will. Kurzum:
Ich warte noch darauf, dass sich Reader und Tablets kreuzen und farbige Superkönnerkinder zeugen. Und dann warte ich auf einen neuen Preiskampf - wenn E-Books zumindest in Deutschland oft fast so viel kosten wie Hardcover.
Unverschämt: Die Firmen rechnen Dollars als Euro, eine Readerhülle kostet die Hälfte eines Kindle und ein Aufladegerät muss man auch extra löhnen, wenn man das Gerät nicht am Computer aufladen will.
Der Reader sollte also bei kleinem Preis möglichst alles können, muss mir aber keine Hörbücher oder Musik vorsummen. Ich will finanziell einigermaßen verschmerzen können, wenn das Experiment schief geht. Mein Geld gebe ich für die nächste Generation aus.
1. Habe ich zwei Tage lang
technische Einzelheiten von mehreren Produkten
genauestens studiert und jede Menge
Testberichte gelesen. Außerdem Bekannte befragt, die bereits einen Reader hatten.
2.
Kann man viel von dem Technikgedödel vergessen, wenn Haptik und Optik nicht stimmen. Das ist einfach so bei Luxusbuchliebhaberinnen. Ich hatte den
Oyo von Thalia in der Hand. Bevor ich auch nur technische Einzelheiten kannte, wusste ich: So will ich Bücher nicht lesen.
Das Ding möchte ich nicht in der Hand halten. In dieser Hinsicht sollte man durchaus zu völlig spontanen Lustkäufen stehen: Die einen mögen es, wenn die Umrandung des Texts knallrot ist, anderen fällt schon ein spiegelglatter Reader auf den Nerv. Man kann sich an seitlichen Schaltern stören und sogar an deren Eigengeräusch. Manche lieben Billigplastik, manche wollen hartes Metall. Typisch Frau? Mag sein, dass Männer im Winter gern ein Metallteil ohne Handschuhe zücken und einen hochspiegelnden Reader in die Wintersonne halten ...
Am Ende machten der Sony-Reader und der Kindle das Rennen, völlig subjektiv. Ersterer, weil er auch Epub lesen kann und an keine Monokultur gebunden ist. Zweiterer vor allem wegen seiner angenehmen Einfachheit und seines Preis-Leistungs-Verhältnisses.
Warum der Kindle?
Ich kaufe meine Bücher nach wie vor fast ausschließlich beim unabhängigen, stationären Buchhändler, bei dem ich auch in naher Zukunft keine E-Books bekommen werde. Er zwingt mich also in Onlineshops. Die Einkaufsmöglichkeiten bei Sony selbst überzeugen mich nicht. Ich bin aber auch nicht der Typ, der seine Kreditkartendaten gern über viele Shops verteilt. Wenn ich Amazon in einem Punkt vertraue, dann ist das beim
Umgang mit dem Geld, der Warenrückgabe etc. Außerdem bin ich dort bereits Kunde für Musik.
Amazon hat im Moment
das größte E-Book-Angebot - und das auch noch völlig international. Aufgrund der verrückten deutschen E-Book-Preise (und vieler nerviger, weil schlechter Billigübersetzungen) werde ich nun mehr Bücher im Original lesen. Mit dem Kindle stehen mir außerdem Gutenberg, Zeno und andere kostenlose
Klassikersammlungen offen (Amazon hat auch eine eigene). Bei der riesigen Auswahl fehlen mir Bücher, die vom Verlag nur als Epub herausgegeben werden, im Moment nicht wirklich. Und der andere Punkt war der Preis:
Für Autoren- und Übersetzergehälter sind 99 Euro am ehesten zu verschmerzen. Ob das alles wirklich so ist, habe ich einen Monat lang mit der kostenlosen Kindle App auf meinem Computer ausprobiert.
Gewonnen hat Amazon außerdem, weil es einem den Kauf so einfach macht. Obwohl ich diesen Laden aus branchenpolitischen Gründen zu meiden versuche, hat er einfach etwas geschafft, was andere in der Branche hoffnungslos verschlafen. Ich mag Unternehmen nicht, denen die Gier ins Gesicht geschrieben ist. Aber ich gebe offen zu, dass ich mich von Unternehmen bezirzen lasse, die mir als Kundin das Leben einfach machen und die meine Wünsche ernst nehmen.
Das Handling beim Einkauf soll erst mal einer nachmachen (ich denke da an Libreka & Co.)
Völlig überrascht war ich vom
Kundenservice, der bisher nicht mit Effektivität glänzte und einen mit vorgefertigten Bausteinmails nervte. Ich hatte im deutsch-französischen Grenzgebiet ein besonderes Problem: Je nach Einwahlpunkt erscheine ich beim Bücherkauf deutsch oder französisch. Plötzlich bekam meine französische Personenhälfte eine Mail, ein bestimmtes Buch sei für mein Land nicht zugelassen.
Ich liebe Verleger, die in einem globalen Markt den Verkauf ihrer nichtkörperlichen Bücher nur auf den deutschsprachigen Raum begrenzen! (Nehmt ihr eure Papiertitel auch bei den Flughäfen aus dem Programm?)
Ich schrieb eine ziemlich genervte Mail an Amazon. Obwohl die Firma nichts für Verlegerentscheidungen kann, hat sie sich sehr nett bei mir entschuldigt - innerhalb von zwei Stunden. Der
Kundenservice hatte in diesem Moment auch schon eigenständig gehandelt und mich für beide Länder freigeschaltet. Nun bin ich für beschränkte Anbieter eben Deutsche und für alle anderen Französin. So viel zum globalen Buchmarkt.
Ratzfatz auch die Lieferung: Am Tag vor Heiligabend nach 16 Uhr bestellt, ausdrücklich nicht per Eilzustellung, war das Teil um zehn Uhr morgens am Heiligabend bei der deutschen Lieferadresse.
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| Die Schrift ein wenig vergößert - und die Lesebrille fliegt weg. |
Das erste Anfreunden
Ich betone noch einmal:
Ich gehöre zu den bibliotheksverliebten Haptikern, die angeblich nie E-Reader kaufen.
Ich habe aber auch so viel Grips im Kopf, dass ich von einer Gutenberg-Bibel nicht verlange, sie solle die gleichen Eigenschaften haben wie Hammurabis Keilschrifttafeln. Ich liebe Pergament, verlange aber von meinen Verlegern nicht, sie sollten Häute für meine Bücher schaben. Mir ist klar: Gedrucktes Buch und E-Books sind zwei völlig unterschiedliche Medien, die sich in sich selbst beweisen müssen, nicht im künstlichen Kampf gegeneinander.
Erfreulich war der Anfang. Das erste
Aufladen am Computer ging in Windeseile, während ich bei Facebook schnatterte. Dann auf den Knopf gedrückt und die E-Books vom Computer mittels des gleichen USB-Kabels auf den Kindle geladen. Das geht
auch mit eigenen mobi-Dateien (dazu jage ich eine Word-Datei im html-Format schnell durch den kostenlosen Mobipocket Creator) und mit
pdfs (der Kindle schluckt noch mehr, aber Bilder lohnen sich in Schwarz-Weiß nicht immer).
Wer seinen Kindle normal bestellt, bekommt ihn bereits registriert - dann ist alles eingestellt. Nachteil: Da man mit dem Kindle ohne allzu großes Sicherheitsgedöns shoppen kann, besteht ein gewisses Risiko. Zumindest auf der französischen Post wird gern geklaut.
Klickt man dagegen beim Kauf einfach "als Geschenk" an - so wird der Reader unregistriert geliefert. Man macht das bei Inbetriebnahme selbst. Wer seinen Reader öfter außer Haus mitnimmt, sollte dann auch dringend ein
Passwort zum Öffnen eingeben! Das sperrt nicht so sehr das Lesen, sondern das fröhliche Einkaufen, falls der Reader einmal verloren geht oder gestohlen wird.
Die Bedienung ist absolut intuitiv und kann auch von technisch völlig Unerfahrenen bewältigt werden. Der einzige Spaß auf meinem Berglein: Ich bekomme hier kein Wifi-Netz. Aber beim nächsten Ausflug setze ich mich in einen Hot Spot und kann einkaufen.
Die unschönen Dinge
Es stören einen ja immer die komischsten Eigenheiten. Mir sind die
Eselsohren beim Kindle zu klein - in Papierbüchern mache ich viel sichtbarere.
Das Schreiben von Anmerkungen auf der virtuellen Tastatur (ähnlich wie beim normalen Handy bei sms) ist zunächst gewöhnungsbedürftig, flutscht mit ein wenig Übung jedoch schneller als auf einer schlechten echten Tastatur. Noch nicht dahinter gestiegen bin ich, wie ich die Anmerkungen im Text finde (anklicken) und gleich
wieder zu den Anmerkungen zurückspringe - aber das mag an mir liegen, die ich nie Anleitungen lese.
Der Reader ist für pdf nur sehr bedingt geeignet. Man kann solche Dateien zwar auch quer lesen, muss jedoch je nach Originalgröße von Text und Bildern übel viel vergrößern und hin- und herspringen. Ohne Maus wie beim Computer ist das sehr mühsam. Das Einlesen mit der Kindle App am großen Bildschirm ist natürlich kein Problem, aber da kann ich pdf auch direkt lesen.
Das Ordnen der Bücher nach Autorennamen ist Firlefanz: Dazu müssten die Bücher verlagsseitig nämlich mit dem Nachnamen zuerst gekennzeichnet werden. So aber muss ich verschiedene Iwans durchsuchen, bis ich hoffentlich meinen Turgenjew finde - der aufgrund der Display-Breite nicht mit vollem Nachnamen zu sehen ist. Und Sammlungen kann ich wohl erst mit Wifi anlegen - das funktioniert im unregistrierten Zustand nicht. Sammlung plus Nachname wäre ideal.
Ich kann mir vorstellen, dass das Durchsuchen von Hunderten von Büchern nicht gemütlich ist und lange nicht so viel Spaß macht wie in meiner Bibliothek.
Gewöhnungsbedürftig ist zunächst das Umblättern - aber nach einer Stunde bemerkt man es gar nicht mehr. Auch nicht
das angebliche "Geflackere", das manche stört und das sich mit einem Update der Firmensoftware beheben lässt (ich hatte es nicht).
Beim Kindle sind dafür Tasten an beiden Schmalseiten vorgesehen - ideal für Links- und Rechtshänder und unterschiedliche Lagen im Bett. Eigentlich klappt man den Rand des Readers etwas nach unten, äußerst angenehm. Die obere, kleinere Taste blättert zurück, die untere vor.
Das wohl größte Hindernis für Druckliebhaber ist das Fehlen von Seitenzahlen (obwohl es bei der Buchherstellung machbar ist). Stattdessen bekommt man auf einer winzigen Leiste am unteren Rand die Position im Buch angezeigt und einen Prozentsatz des bereits Gelesenen. Kleine Striche markieren Kapitelanfänge. Mit einer Taste kann ich jederzeit im Buch hin- und herspringen, zum Anfang oder Ende, zu Kapitelanfängen oder Positionen.
Da ich Schrift und Schriftgröße individuell einstelle, habe ich natürlich kein festes Layout mehr wie im gedruckten Buch. Je größer der Schriftgrad, desto auffälliger wird der Flattersatz. Wer empfindlich ist gegen typografische Gassen und andere Feinheiten, wird mit einem Reader das Zähneknirschen bekommen. Da sich der Mensch aber an alles gewöhnt, könnte auch die Aufmerksamkeit gegenüber guter Typografie sinken. Oder andersherum: Wirklich gut gemachte Bücher könnten umso mehr aus der Masse herausstechen!
Die Zukunft?
Ich besitze die Bücher nicht körperlich. Unklar ist außerdem, wie spätere Konvertierungen auf neue Systeme und Entwicklungen vonstatten gehen werden.
Ich denke, in Zukunft wird sich nicht das Leseverhalten ändern, sondern das Kaufverhalten. Ich selbst beobachte, dass ich mir lieber Schmöker und Billigtaschenbücher auf den Reader lade, weil mir solche Einmalware doch nur die Bibliothek verstopft. Dafür kaufe ich sehr viel gezielter und öfter edlere Bücher und Bücher, die man immer wieder lesen mag - ein Leben lang. Ich kaufe sogar Papierbücher, die ich zuerst als E-Book auf dem Reader gelesen habe - nämlich dann, wenn sie für mich einen inneren Wert haben. Meine Prophezeiung für die Zukunft: Wir werden schnelldrehende Ware nur noch als E-Book lesen. Dafür werden gedruckte Bücher aber wieder schöner und aufwändiger gestaltet werden. Ich glaube sogar an die Rückkehr der limitieren Luxusausgaben parallel zur E-Volksausgabe. Sollten sich Reader und Tablets eines Tages technisch annähern, werden auch E-Books aufwändiger gestaltet werden können. Das ist vor allem wichtig fürs bebilderte Sachbuch, das ich auf einem Reader nicht wirklich lesen kann.
Die guten Eigenschaften
Nach nur einer Woche muss ich zugeben:
Ich vermisse Seitenzahlen nur noch bei wissenschaftlichem Arbeiten. Ob ich Positionen oder Prozente rechne, ergibt das absolut gleiche Gefühl. Wer sich nicht grundsätzlich gegen jede Neuerung sperrt, lernt ganz schnell um. Das ist wie beim Euro. Die ewig Gestrigen rechnen ihn immer noch in die alte Landeswährung zurück, die anderen gehen mit ihm völlig normal um.
Die E-Ink-Technik ist eine absolute Wohltat vor allem für Menschen, die ihre Augen ohnehin zu sehr anstrengen. Da ich die Schriftgröße beliebig einstellen kann, brauche ich
keine Lesebrille mehr. Der Kontrast der Buchstaben ist besser als bei so manchem schlecht gedruckten Buch. Selbst bei starkem Gegenlicht findet man mit dem mattierten Display immer einen angenehmen spiegelungsfreien Winkel - Lesen funktioniert bei Prallsonne wie künstlichem Licht einwandfrei. Ganz ehrlich: Ein E-Reader ist augenfreundlicher als jedes Buch! Inzwischen muss ich mich wirklich umgewöhnen, wenn ich erst wieder die Brille auf die Nase setzen muss. Die Folge: Ich kann sehr viel schneller und mehr lesen, ohne zu ermüden.
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| Auch im vollen Gegenlicht (5 starke Birnen) noch Lesevergnügen |
Der Kindle ist ein absoluter Handschmeichler aus wertigem, in Nullkommanichts körperwarmem Material. Keinerlei scharfe Kanten, keine sichtbaren Billigstteile - selbst die Cursortaste wirkt ausnehmend stabil. Störende Tastengeräusche habe ich ebenfalls nicht feststellen können. An den Kanten und unten steht nichts hervor, dadurch sollte man aber auch den An- und Ausschaltknopf unten mit dem Fingernagel drücken - er ist ziemlich unscheinbar. Ich liebe Understatement und Klarheit im Design, deshalb finde ich den Kindle einfach schick und edel. Und ich bekomme ihn kaum noch aus der Hand, schleppe ihn überall mit hin, leicht, wie er ist. So viel für Haptiker.
Für die Bettlektüre ist der Kindle wie geschaffen: Er lässt sich auch nur mit einer Hand bedienen (egal mit welcher), ist von allen Seiten zugänglich - im Hoch- und Querformat. Nickt man über der Lektüre ein, schaltet er sich schnell automatisch ab und öffnet wieder auf der verschlafenen Seite. Und fällt einem ein Kindle mit über 1000 Büchern ins Gesicht, ist das weit weniger schmerzhaft als mit einem 500-Seiten-Hardcover.
Auf einem Reader kann ich endlich Bücher durchsuchen und bin nicht mehr auf mangelhaft gemachte Register angewiesen. Für die Recherche und das Arbeiten ist der Reader unbedingt besser als Papier. Hier kann ich nämlich bereits im Shop im Text nach Stichwörtern suchen, die passenden Bücher besorgen und zielgenau durchforsten und mit eigenen Anmerkungen versehen. Wollte ich etwa das Lebenswerk von Turgenjew nach dem Stichwort "Baden(-Baden)" durchsuchen, bräuchte ich viele Jahre Zeit und einen Spezialisten obendrein. Auf dem Reader ist die Sache in wenigen Minuten erledigt. Er sammelt mir sämtliche Stellen, die ich dann nur noch anklicken muss.
Dank Reader sind mir endlich all die Klassiker zugänglich, die schon lange nicht mehr gedruckt werden oder im Antiquariat kaum erschwinglich oder gerade nicht vorhanden sind.
Dank Reader gibt es keine künstliche Filterung mehr beim Einkauf. Mein Shop bietet mir professionelle Self Publisher Bücher genauso an wie wunderbare Verlagsliteratur. Und ich kann miesen Self Publisher Schrott oder lieblos gemachte Verlagsware viel schneller aussortieren -
dank ausführlicher Leseproben. Im Laden finde ich für meinen etwas schrägen Geschmack viel zu selten Bücher zum Durchblättern. Dank dieser langen Leseproben in jedem nur erdenklichen Buch dürften sich meine Fehlkäufe immens verringern. So wird Geld frei für bessere Lektüre.
Wenn ich noch einmal einen selbsternannten "Haptiker" über die ach so bösen E-Books weinen höre, muss ich lachen. Ich kann auch meine E-Books streicheln. Und das Schöne: Ich genieße
beides. Meiner umfangreichen Bibliothek wird es gut tun, dass ich Fehlkäufe und Dummschmöker nicht aufwändig zur karitativen Einrichtung karren muss, sondern einfach hemmungslos löschen kann. Seit ich meinen Reader habe, genieße ich Papierbücher intensiver, aber ich schaue auch viel genauer und kritischer auf deren Schwächen. Zum reinen Arbeiten und Recherchieren nutze ich ohnehin seit Jahren fast nur noch Digitalisate, CD-Roms und ausländische Bücher - das ist nun bequemer geworden. Viel zu bequem ist allerdings das Einkaufen per Whispernet. Jeder Hot Spot wird künftig zur Buchversuchung. Damit kann ich künftig sogar bei McDonalds Hochliteratur erstehen ...
Nachtrag: