Morgenstimmung

Am frühen Morgen legt sich schon die erste Schwüle auf den Tag. Bilbo setzt sich auf seinen "Ich guck Kumpels"-Ausguck, majestätisch bläst er sich scheinbar auf das Doppelte auf, wenn der eklige Wadenbeißer vorbeikommt, schnulzt dagegen fiepend zwei Kampfhunde an, die er irgendwie brummig findet. Ich putze derweil die Vogeltränke. Eine Blindschleiche, die darunter saß, flitzt an den Rand und wartet. Mit lasziver Gemütlichkeit gesellt sich eine fette braune Kröte dazu, schaut mich an, als wolle sie sagen: "Mach mal hinne, ich brauch mein Wasser!" Über mir, in den Rosen, krakeelen die Spatzen das Gleiche.
 
 
Also beeile ich mich, schleppe frisches Wasser an, baue der Kröte noch eine kleine Brücke aus Holz, wässere Steine und Wildkräuterwildnis am Ufer, damit sie es schön feucht hat. Der Hund hat wieder Luft abgelassen, ein Riesenkumpel kam vorbei, bei dem er sich lieber kleiner macht.
 
In solchen Momenten ist der Lärm der Welt weit weg.Wenn sich heute irgendein Mensch auf dieser Welt künstlich aufblasen sollte, werde ich quakend lachen.

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