Paypal - wie funktioniert das?

Mich erreichen zu meinem Spendenbutton und Paypal-Account (rechts im Menu) derzeit einige Anfragen, so dass ich die Erklärungen hier extra für alle poste, damit sie nicht untergehen. Wahrscheinlich haben viele schon mitbekommen, dass ich daran arbeite, einen Dawanda-Shop für Schmuck aus meinem Atelier Tetebrec zu installieren (Shop ist zwar schon online, aber noch nicht fertig). Da gehört es fürs internationale Klientel dazu, bequeme Zahlungsmethoden wie Paypal anzubieten. Und weil ich so schon mal ein Paypal-Account habe, entdeckte ich alle möglichen Buttons, mit denen es möglich ist, auch Micropayments zu machen. Klickt man auf den Button, bekommt man das Formular auf dem Foto (ich sehe es in F auf Französisch).

Im blauen Feld legt man die einmalige Summe fest, bei Ankreuzen wird daraus eine regelmäßige monatliche Zahlung (Abo). Wer bei Paypal registriert ist, loggt sich ein und zahlt ohne viel Schnickschnack, alle anderen zahlen per Kreditkarte. (Fotos zum Vergrößern anklicken!)
Für alle Infos, Paypal betreffend, empfehle ich, deren Website durchzulesen. Dort kann man sich auch kostenlos registrieren, was sich lohnt, wenn man oft mit dieser Methode online einkauft. Es erleichtert den Vorgang, ist aber absolut nicht notwendig, um via Paypal etwas zu zahlen! Paypal arbeitet wie Google und andere Dienste mit ID-Erkennung, sprich, die Seite wirft normalerweise in der Sprache aus, in deren Land sich die eigene ID befindet. Wenn jemand in Deutschland andere Sprachen zu sehen bekommt, kann das an vielem liegen, auch an den eigenen Konfigurationen etwa am Smartphone. Da kann ich leider keine Ferndiagnose betreiben. Aber egal welche Sprache - das Formular müsste immer gleich sein und das Geld kommt auch auf Englisch nach Frankreich ;-)

Der Rest ist für diejenigen, die nicht bei Paypal registriert sind: Hier müssen eure Adressangaben rein, damit die Kreditkarte genutzt werden kann. Dann checken und weitermachen. Den nächsten Screen sehe ich leider nicht.
Der Rest ist ganz einfach: Man setzt eine beliebige Summe ein, die einmalig abgebucht wird - das können zwei Euro sein oder 100 - ganz egal. Macht man dahinter ein Kreuzchen, ist es ein Abo - sprich, diese Summe wird monatlich abgebucht. Also gut aufpassen. Im blauen Feld steht "Petra van Cronenburg Blog" als Referenz, was bei mir in den Abrechnungen auftaucht, weil ich auch brav alles deklarieren muss. Bei der Kreditkarte kommt natürlich euer eigener Name rein, eure Adresse - ganz normal wie beim Online-Shopping und auch mit der gewohnten Sicherheit von Paypal. Ihr seid mit dem ersten Klick auf einer verschlüsselten Paypal-Seite und alles dort bleibt vertraulich zwischen euch und dem Unternehmen. Ich bekomme nur einen Kontoauszug mit einem Namen und der Summe, sonst nichts.
Das Bezahlen ist für euch kostenlos (auch das Registrieren bei Paypal) - es entstehen keine Gebühren. Die zahle ich.

Leider typisch für Deutschland, wurde ich außerdem mehrfach gefragt, warum man denn plötzlich für mein Blog Geld zahlen solle? Nein, Leute, keiner soll hier etwas. Das Blog bleibt weiter kostenlos. Und es bleibt vor allem auch in Zukunft werbefrei. Werbung wäre nämlich die andere Möglichkeit, mich zu finanzieren. Und das nervt mich, das nervt auch sicher meine LeserInnen.

Wieso ich Geld verdienen will? Ganz einfach - dieses Blog ist schon lang kein Hobby mehr. Außer bei kleinen Klatschgeschichtchen arbeite ich hier journalistisch. Sprich, ich betreibe Themenfindung, was Stunden frisst. Jeder, der selbst ein Blog betreibt, weiß, dass einem die Themen nicht immer aus dem Himmel herunterfallen. Ich recherchiere viel und prüfe auch die Links, die ich schalte. Was ich empfehle, habe ich tatsächlich alles selbst gelesen und auf seine Seriosität geprüft. Da habe ich durchaus einen Namen zu verlieren und deshalb will ich Orientierung bieten im Mediengewusel. Wenn ich also ein Video verlinke, habe ich das angeschaut, ich habe die Artikel oder Blogseiten gelesen. Und immer öfter muss ich solche Sachen sogar gegenchecken, weil man die Fakes, etwaige Propaganda oder vollmundigen Behauptungen im Web selbst als Profi immer schwerer erkennt. Aus dieser Vorarbeit entsteht dann der Artikel, der auch noch zwei bis drei Redigiervorgänge braucht. Fotos muss ich außerdem schießen.

In all der Zeit könnte ich stattdessen für Geld als Journalistin arbeiten und mein Blog sausen lassen. Ich mache es umgekehrt und setze auf die Wertschätzung, wie man sie bei Software gewohnt ist:
  • Man kann mein Blog einfach lesen, ohne je auch nur einen Cent zu bezahlen. Dann schaut man einfach über den Button hinweg.
  • Man kann seine Wertschätzung ausdrücken, indem man kommentiert oder Beiträge verlinkt und in Social Media teilt, mein Blog weiterempfiehlt.
  • Man kann Wertschätzung aber auch in Geld ausdrücken. Weil einem ein Artikel besonders gut gefällt, er einem etwas gegeben hat, weil man die Arbeit dahinter belohnen will. Oder irgendwann, einfach so, aus Liebe zum Blog.
Mir sind alle Arten von LeserInnen gleich lieb! Und ich hoffe, ihr habt Verständnis, dass ich mich nicht bei jedem Spender einzeln bedanken kann. Ich würde auf dem Button gern ein Lächeln installieren, das ich habe, wenn ich selbst wieder eine Rechnung bezahlen kann.

Und keine Angst, ich werde damit nicht einen Pool mit Champagner befüllen können. Da ich kein gemeinnütziger Verein bin, geht von den Spenden natürlich auch was ab. Wenn ich vom Rest meine Internetrechnung bezahlen könnte, wäre es schön - wenn ein paar Extraknochen für Bilbo herauskommen, freue ich mich natürlich ganz besonders. Von der Selbstverständlichkeit, mit der man im anglo-amerikanischen Raum von seinen Texten leben kann, wage ich gar nicht zu träumen ...

Und das ist das andere Thema, zu dem ich demnächst etwas posten werde - das Einrichten eines Online-Shops. Ich sage es ganz offen und ehrlich: Das war die Idee für ein zweites Standbein, nachdem die Einkünfte aus Büchern immer tiefer in den Keller rasseln, weil man sich bei Amazon kaum noch gegen die Flut von Betrugsbüchern (Scam & Plagiate) durchsetzen kann. Es lohnt sich eigentlich wirtschaftlich nicht mehr, Bücher zu schreiben, die keine Massenware sind. Aber wenn man denkt, sowas ist mit ein paar Klicks getan ... kann man Abenteuer erleben. Davon demnächst mehr.

Und so sieht das demnächst in manchen Artikeln aus und sollte hoffentlich funktionieren. Bei Problemen und fragen bitte zu diesen Beitrag hier kommentieren!


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