80 Tage Nuit Debout: Vor der Zerreissprobe?

Wir sitzen gemeinsam in einem uralten Elsässer Haus gemütlich beim Essen. Dreierlei Quiche mit Gemüse aus dem Garten, den Salat würzen Wildkräuter. Der Rotwein ist billig und süffig - das Gros der französischen Künstler lebt arm, aber mit Genuss. Etwas ist anders geworden und zwar ziemlich genau seit den terroristischen Anschlägen auf Charlie Hebdo und einen jüdischen Supermarkt: Kein gemeinsames Essen vergeht mehr ohne Politik. Früher hat man die bis zum Digéstif aufgespart und sich bis dahin einfach nur miteinander amüsiert. Heute gibt es genügend, woran man sich abarbeiten kann: der verlängerte Ausnahmezustand mit seinen Folgen fürs Alltagsleben und die Parteienlandschaft, die explodierende Arbeitslosigkeit, die Gefahren von rechts und immer wieder neue Korruptions- und Sexskandale unter Politikern. "Lasst uns eine Zelle bilden!" ruft Jean-Claude plötzlich über den Tisch. Er steht nahe am Rentenalter und wirkt so gar nicht wie ein Verschwörer. Auch ich bin irritiert: "Was für eine Zelle, wozu?"

Lebensgefühl der Jugend?

Jean-Claude hat die Idee von seinem Sohn, der in Paris studiert: Nuit Debout, die Bewegung der "Aufrechten der Nacht", steckt indirekt dahinter. Gemeint sind jene Menschen, die nicht nur auf der Place de la République, sondern in den Städten des ganzen Landes nächtens diskutieren und demonstrieren und wie zur Zeit der Französischen Revolution einen eigenen Kalender führen: Man zählt den März seit Entstehen der Bewegung durch. Unter dem Hashtag #GlobalDebout nachzulesen, hat man am 15. Mai, also dem 76. März, den Sprung in die globale Politarena geschafft. Weltweit sollen Menschen in 500 Städten auf die Straße gegangen sein. Wir haben auf dem Land nicht viel davon mitbekommen - in Strasbourg halten sich die Zahlen der Demonstranten höchstens in dreistelligen Grenzen, in den Medien hört man Widersprüchliches. Leider sind die Medien in Frankreich nicht so unabhängig, wie sie sein sollten: Stichwort Rüstungsunternehmen als Eigner.  Mal redet man "die Bewegung" klein und amüsiert sich über ein paar Spinner, mal sieht man eine nicht mehr aufzuhaltende, "schädigende" Welle anrollen. Videos von Gewalt und Schuldzuweisungen auf beiden Seiten machen die Runde, dann wieder wirkt das Ganze wie ein schlecht organisiertes Abiturienten-Woodstock 2.0.
Was ist #NuitDebout? Was wollen diese Nachteulen? Und wo stehen sie heute, am 80. Tag ihres Bestehens?

Eine zutiefst gespaltene Gesellschaft

Angefangen hat alles mit einem Protest gegen das neue Arbeitsrecht, das die Regierung Hollande ausgearbeitet hatte. Vor allem junge Leute - die Jugendarbeitslosigkeit im Land ist sehr hoch - fanden die Änderungen zu neoliberal und gingen mit Unterstützung der Gewerkschaften auf die Straße. Es vereinigten sich die alten Hasen des Demonstrierens mit der jungen Emotion. Mit Erfolg - die Regierung ruderte an einigen Stellen bereits zurück. Wer jedoch glaubte, die jungen Leute seien einfach nur gegen ein unliebsames Gesetz und würden darum schnell zu besänftigen sein, der irrte. Es passierte das, was manchmal in der Geschichte geschieht, wenn es jahrelang gärt, weil Menschen unterschiedlicher Gruppierungen lange Zeit nicht ernst genommen werden. Nuit Debout begann als ein kollektives Ras-le-Bol, dass sich nach Jahren im Untergrund oder Unterbewussten Bahn brach.

Ein Bol ist eine Kaffeeschale, in die man zum Frühstück das Croissant oder den Zwieback eintunkt. Deshalb muss man in der Schale immer etwas Platz lassen, damit sich der Café au lait ausdehnen kann. "Ras-le-Bol" ist der Zustand, wenn man die Schale bis zum äußersten Rand füllt, so dass der nächste Tropfen - das Eintunken sowieso - alles zum Überlaufen bringt. Die Deutschen würden sagen: "Es steht mir bis zur Halskrause" oder "Ich habe die Schnauze gestrichen voll". Und genau das umschreibt die Grundstimmung in weiten Teilen der französischen Gesellschaft. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft extrem auseinander. Die Wirtschaft des Landes wird gern schön gerechnet. Ganze Bevölkerungsgruppen sind völlig abgehängt: Wer es im Leben wie weit schafft, hängt oft schon an der Adresse oder am Familiennamen. Wer heute arbeitslos ist, kommt aus der Misere kaum noch heraus. Nach ein wenig Alibikosmetik ist in den Banlieues seit den gewalttätigen Unruhen mit Brandstiftungen im Jahr 2005 nichts wirklich Nachhaltiges geschehen. Wenn am Silvester 2015 "nur" noch 940 Autos im Land brannten, lag das schlichtweg am Ausnahmezustand, welcher der Polizei breite Machtbefugnisse erteilt. Emotionen, die unterm Deckel kochen, sind gefährlich.

Frankreichs Gesellschaft ist spürbar tief gespalten, nicht selten ist eine aggressive Grundhaltung im Alltag zu spüren. Wer sich einmal in den Warteraum der Arbeitsvermittlung oder des Sozialamts in einer Stadt gesetzt hat, der weiß: Hier genügt ein winziger Funke, um ein Feuer zu entfachen. Selbst bei der Krankenkasse und in anderen "unverdächtigen" Behörden explodieren die Leute inzwischen bei Nichtigkeiten. Viele fühlen sich nicht mehr ernst genommen, von "denen da oben" alleingelassen und verraten. Wer nicht ausbricht, resigniert oder sucht sein "Heil" bei Extremisten. Der Erfolg des FN resultiert aus dem Versagen der bürgerlichen Parteien. "Die da oben" bedeutet im Volksmund der Wütenden immer öfter ein Dreigestirn, auf das man die eigene Misere schiebt: die Politik, die Eliten und die Bosse. Ob das tatsächlich stimmt, interessiert viele schon nicht mehr. Sie nehmen nicht einmal mehr wahr, dass sie selbst nicht zur Wahl gegangen sind oder Extremisten gewählt haben. Wen soll man noch wählen? Wer hat sich noch nicht bestechen lassen? Wer macht eine Politik, die der Parteifarbe überhaupt noch entspricht? Wenn schon die Linke rechte Sprüche predigt?

Das ist das zweite große Problem Frankreichs: der massive Rechtsruck. Die bei aufrechten Demokraten und Verfechtern der Republik am meisten verachtete rechtsextreme Partei, der Front National, ist salonfähig geworden. In unseren idyllischen Dörfern haben wir diese Leute in der Verwaltung, sie rotten sich zusammen und sagen heutzutage stolz und laut, was sie denken. Ob mit der Mistgabel oder dem Champagnerglas in der Hand, in Frankreich findet man Faschisten in allen Bildungs- und Bevölkerungsschichten. Irgendwie lief die Idee vom Protestwählen aus dem Ruder, dann machten sich fatalerweise die etablierten Parteien von links nach rechts Ideen oder Slogans von Marine Le Pen zu eigen. Nichts ist gefährlicher als zu glauben, man könne Wähler umstimmen, indem sich das Schaf den Wolfspelz überzieht, ohne eigene, unverwechselbare Politik anzubieten. Vielleicht fing es zu dieser Zeit an, umzukippen?

Die Alternative zu Rechts

Wenn Nuit Debout eines nicht ist, dann rechtsextrem. Auf den Versammlungen darf sich allerdings jeder Mensch äußern, basisdemokratisch organisiert wie bei einem Barcamp: Man setzt zuvor seinen Namen, gern auch ein Alias, auf eine Sprecherliste. Wie beim berühmten Vorbild der Speaker's Corner im Hyde-Park darf jeder, aber jeder hat nur fünf Minuten. Anders als in Talkshows werden die Redner nicht unterbrochen. Man hört zu und hat das störungsfreie Reden vervollkommnet: emotionale Kritik, Zwischenrufe und Applaus werden in Gebärdensprache geäußert. Die ungeschriebenen Regeln sind einfach: Keine Parteiwerbung, keine rassistischen oder Hassreden, keine Homophobie oder Angriffe gegen irgendwelche Gruppen ob ihrer Religion, ihres Geschlechts usw. Es spricht der Mensch als solcher. Schon deshalb ist Nuit Debout keine homogene Gruppe: Wenn sie sich an die Regeln halten, kann hier ein Rechtsextremer genauso sprechen wie ein Stalinist, eine Linksextreme genauso wie eine Parteilose.

In der Regel findet man auf den Plätzen in Großstädten eher das linke Spektrum und Leute aus der Ökologiebewegung. Gruppen wie die globalisierungskritische Nichtregierungsorganisation Attac (1998 in Frankreich gegründet) oder Anhänger der 2011 mit einem Protest an der Wallstreet entstandenen Occupy-Bewegung mischen sich auch darunter. Es versammeln sich Menschen, welche das Ausspionieren und Überwachen von Bürgern kritisieren, genauso selbstverständlich wie Studenten, die sich nach dem Studium in Arbeitslosigkeit sehen, oder Apokalyptiker, die glauben, gegen den Klimawandel könnten nur noch Überlebenstechniken wie aus einer Romandystopie helfen. Anarchisten laufen ebenso mit wie Verfechter einer Basidemokratie. Darum ist diese Bewegung Nuit Debout so schwer zu fassen: Ihre Mitglieder sind zu lange und schwer von Ideologien, Fahnen und Bewegungen enttäuscht worden. Manche tauschen sie einfach gegen neue aus. Für andere soll - zumindest dem Ideal nach - nur noch der Mensch zählen.

Es ist immer wieder zu lesen, die Demonstranten stammten ausschließlich aus dem bürgerlichen Spektrum. Das mag so wirken, wenn man sich nur in den Großstädten umsieht. Es liegt auf der Hand, dass sich am ehesten Studenten in Paris die Nächte um die Ohren schlagen können. Viele Demonstranten der ersten Stunde sind wieder abgereist, weil sie arbeiten oder zur Familie zurückkehren mussten. Sie sind nicht mehr zählbar, aber darum nicht passiv. Bei Nuit Debout engagiert sich der bretonische Biobauer genauso wie die elsässische Sozialhilfeempfängerin, der Arbeiter ebenso wie die gut situierte Wissenschaftlerin. Um das zu verstehen, muss man sich ein wenig mit den schriftlichen Quellen und der Philosophie befassen, die dahinterstecken.

Uralt und Jung vereint die Philosophie eines neuen Miteinanders

"Was soll das mit den Zellen?", will ich von Jean-Claude wissen. Er erklärt mir ein anarchisch anmutendes Prinzip der Bewegung, die viel von den Technologien des Internets gelernt hat und dieses auch intensiv nutzt. Statt sich Abzeichen oder Farben unterzuordnen, bleibt man offen, changiert zwischen den Welten, macht mit anderen zusammen sein Ding, deren Ding. Es genügen zwei, drei Leute mit gemeinsamen Ideen und Zielen für eine lebbarere Zukunft, schon können sie sich auf eigenen Plattformen mit anderen Kleinstzellen vernetzen, Wissen austauschen, etwas miteinander teilen. Der Schneeballeffekt soll die oft sehr unterschiedlichen Meinungen zu einer gesellschaftlichen Erneuerung bringen - für eine Zukunft, die lebenswert ist und in der Solidarität stärker gelebt wird als Profitgier. Gelernt haben die jungen Leute von Uralten. Etwa vom mittlerweile weltberühmten Essay "Indignez vous / Empört euch" des damals 93jährigen Stéphane Hessel, dessen Ideen von der spanischen Protestbewegung der Indignados 2011/12 aufgegriffen wurden. Die Spanier wiederum sind ein großes Vorbild für die Franzosen auf der Straße.

Ein anderer Alter ist Pierre Rabhi. Der französische Schriftsteller und Biolandwirt ist vor 78 Jahren in Algerien geboren worden und hat sich vor allem mit agrarökologischen Projekten in Afrika und dem Kampf gegen die fortschreitende Desertifikation von Land international einen Namen gemacht. Pierre Rabhi hat nicht nur eine Menge vielbeachteter Bücher geschrieben, als Redner ist er immer noch aktiv und setzt sich für eine spirituell-ökologische Idee von der "Nährmutter Erde" ein, auf der Menschen solidarisch leben und handeln. Er mischt in der Bewegung des Degrowth (Wachstumsrücknahme) mit, die in Frankreich radikaler als in Deutschland den neoliberalen Kapitalismus kritisiert, ist Vizepräsident der unter Umweltbewegten hochgeschätzten Vereinigung Kokopelli, die Saatgut von alten Sorten sammelt und die Biobewegung erst so richtig salonfähig gemacht hat. Seine Anhänger stehen damit auch anderen Gruppen des sogenannten Altermondialismus nahe, also Gruppen, die eine neoliberale Globalisierung "von oben" gegen eine nach ökologischen und sozialen Regeln tauschen möchten. Viele Fachwörter, viel Ideologie - und deshalb stoßen mir Jean-Claudes "Zellen" zunächst auf.

Er meint die "Colibris", wie sich Pierre Rabhis Anhängerinnen und Anhänger nennen. Es gibt sie mittlerweile selbst auf dem platten Land, in der Einöde wie in Großstädten. Im Elsass haben sie vor allem bei Landwirten Erfolg, sie waren bei der Entwicklung der Alternativwährung Le Stück dabei, mit der man seit letztem Herbst in Strasbourg bezahlen kann (dt. Artikel dazu). Sie organisieren sich über eine eigene Plattform, bringen auf ihrer Website Bildungsevents, verkaufen Bücher und zeigen einen Film, der demnächst auf DVD erscheint, weil er jetzt schon legendär ist. "Demain / Morgen" von Cyril Dion und Mélanie Laurent ist nämlich einer der Kultfilme von Nuit Debout.

Warum ich einem Verein beitreten soll, wenn "die Bewegung" doch frei sei, will ich wissen, zumal Jean-Claude fast ein wenig wie ein Guruhöriger klingt, wenn er von Rabhi schwärmt. Ideologien sind mir zutiefst suspekt, entgegne ich ihm, egal, von welcher Seite sie kommen. Und ist Rabhi nicht auch höchst umstritten? Seine in einem Buch geäußerten homophoben Ansichten soll er zwar inzwischen zurückgenommen haben. Aber sein spiritueller Ansatz der Ökologie klingt manchmal wie aus einem Esoterikschmöker der 1990er. Man warf ihm auch schon eine zu naive Nähe zu den Anthroposophen vor, ohne zu beachten, dass die Idee von der biodynamischen Landwirtschaft nun mal von Steiner kam.

"Er ist ein alter Mann", gibt Jean-Claude zu bedenken und erklärt: "Jeder Colibri kann ganz unabhängig etwas beisteuern, eine Versammlungsoase schaffen und Aktionen ins Leben rufen. Die Menschen teilen miteinander, pflegen wieder mehr soziale Kontakte."
Auch wenn mir persönlich Vereinsmeierei nicht liegt, einige Ideen faszinieren mich. Längst profitiere ich selbst vom veränderten Bewusstsein: Die Versorgung mit qualitativ hochwertigen, oft biologischen und vor allem regionalen Produkten in der Region hat sich in den letzten Jahren radikal verbessert - bis in die Supermärkte hinein. Kleinstunternehmer in diesem Sektor finden neuerdings ihr Auskommen durch Kooperativen und solidarische Vernetzungsstrukturen. Und obwohl ich kein Colibri bin, hatte ich bei der Gründung meines Atelier Tetebrec längst Inhalte im Kopf, wie sie auch bei Nuit Debout ausprobiert werden: sinnvolle Arbeit trotz enorm hoher Arbeitslosigkeit, eingebettet in eine Region, ökologisch möglichst verträglich. Austausch und Solidarität mit anderen Künstlern, Ideen gegen Prekarität .... ach, es klingt alles so wunderschön, so zukunftsträchtig! Darum sind so viele begeistert und spüren wieder Hoffnung.

Dystopische Ahnungen

Das ist die hoffnungsfrohe, die schöne Seite, an die man zu gern glauben möchte. So denken die Empörten vor allem in der Provinz und außerhalb der Diskussionen um die neue Arbeitsmarktreform. Aber man kennt das in Frankreich: Wenn Menschen auf die Straße gehen, brennen immer auch Autoreifen und manchmal Blockaden. Die so wichtige Französische Revolution hatte auch eine abgrundtief hässliche Fratze. Nach nunmehr 80 Tagen auf der Straße zerreiben sich die einen, radikalisieren sich die anderen. Bei den Einwohnern von Paris schwindet das Verständnis für Nuit Debout zunehmend. Eine Bekannte sagte mir, dass das Leben in der Stadt durch die ständigen Streiks und Demonstrationen inzwischen nicht nur mit nervigem Chaos konfrontiert ist, sondern oft auf viele Tage vollkommen blockiert wird. Das hat wirtschaftliche Folgen, kostet im Endeffekt alle Bürgerinnen und Bürger Geld - in einer wirtschaftlichen Situation des Landes, die ständig am Abgrund hängt. An die Gefahren durch Terroristen mag keiner denken.

Für Außenstehende ist es unübersichtlich. Die Gewerkschaften, die in Frankreich eher ein Machtfaktor scheinen, als dass sie Ideen für eine moderne Zeit entwickeln, putschen Arbeiter und Angestellte auf, beim Status Quo zu bleiben. Was auch immer man von der neuen Arbeitsmarktreform halten mag - dieser Status Quo spielt eine Rolle dabei, dass Frankreich international nicht mehr wettbewerbsfähig ist. Doch auch gemäßigte Kreise und die eigenen Linken werfen Hollande vor, das Gesetz ohne Parlamentsvotum durchpeitschen zu wollen. Das ist verfassungsrechtlich möglich, verletzt aber in einer Zeit der Notstandsgesetze um so mehr. Inzwischen protestieren also auch Leute, die mit dem Gesetz eher wenig zu tun haben oder denen es nicht weit genug geht. Sie wollen den Normalzustand, die alte Demokratie zurück.

Momentan ist nicht mehr viel zu spüren von den freundlichen Umweltbewegten, die in den Anfangstagen auf der Place de la République Plastikflaschen zu hängenden Gärten recycelten und bei veganer Suppe für alle von einer besseren Welt und solidarischem Miteinander träumten. Der Zaubertrank des widerborstigen gallischen Dorfs wurde durch die Ordnungsmacht von Lutecia in den Rinnstein gekippt - so erzählte es das Meme #marmitegate zum Video der Tat (marmite = großer Kochtopf).

Live-Videos zeigen immer wieder Polizeigewalt. Es gibt derzeit etwa 30 interne Ermittlungen gegen Beamte. Aber genauso zeigen Videos Gewaltattacken gegen die Polizei. Die Nerven der Ordnungskräfte liegen blank, seit Monaten arbeiten viele von ihnen über ihre Kraftreserven hinaus. In Frankreich herrscht immer noch akuter Terroralarm: Jede größere Versammlung von Menschen könnte für einen Anschlag missbraucht werden. Nach den Terrorattacken in Paris müssen die Frauen und Männer Dienst tun im Ausnahmezustand, die personellen Kapazitäten seit Jahren kaputtgespart. Dabei ist es nicht die Bewegung Nuit Debout, die gewalttätig ist, es sind laut Polizeiangaben immer wieder kleine, bis zum Äußersten gewaltbereite Gruppen, die sich gezielt daruntermischen. Manche scheinen eigens zu Demos anzureisen, eine Bürgermeisterin aus der Bretagne sagte, sogar aus dem Ausland. Auch die Linke ist gespalten: Es gibt darin gewaltbereite Linksextremisten, Anarchisten und kleine Gruppen wie Stalinisten. Rechtsradikale mischen immer wieder Nuit Debout auf. Allein Ende März wurden 350 Ordnungskräfte verletzt. Auch die Polizei hat ras-le-bol und ging deshalb landesweit auf die Straße: Als sie am Mittwoch gegen Hass und Brutalität demonstrierte, eskalierte die Sache. Offenbar bereits einschlägig bekannte Täter prügelten mit Eisenstangen auf ein Polizeiauto mit Menschen darin, zerrten sie heraus und steckten es dann mit einem Molotowcocktail in Brand.

Das fühlt sich an wie 2005, als Frankreich brannte und blind gegen alles gekämpft wurde, was "Staatsmacht" verkörperte. 2016 könnte dies zum Pulverfass werden, weil sich Links- und Rechtsextreme in ihrem Hass und ihren Methoden keinen Deut mehr unterscheiden: Sie kämpfen gegen die Republik. Hollande bleibt währenddessen hart: Er weiche dem Druck der Straße nicht, gehe lieber als unpopulärer Präsident in die Geschichte ein. Die Reform kommt. "Geschichte" ist das Stichwort: In all dem Hickhack werfen die Präsidentschaftswahlen im April 2017 ihren langen Schatten voraus. Frankreich steht am Scheideweg: Sex- und Korruptionsskandale erschweren den Wählern zunehmend das Vertrauen in etablierte Politiker, Linke dreschen rechte Phrasen und Rechte linke. Wen soll man noch wählen? Frankreichs Bürger müssen im nächsten Jahr beweisen, wie stark sie an Demokratie und republikanische Werte glauben - oder ob sie den Wahnsinn vorziehen, eine Rechtsradikale zu wählen. Schon sitzen deren Anhänger in kommunalen und regionalen Gremien.

Düstere Aussichten, sollten die Grabenkämpfe an allen Fronten eskalieren. Nicolas Baverez vom Figaro sieht bereits den Zusammenbruch Frankreichs vor sich.

Und die Menschen in Frankreich? Wir stehen vor neuen Streikwellen, Demonstrationen und Blockaden im ganzen Land. "Nichts funktioniert mehr" - das ist das Gefühl derer, die resignieren. Andere resignieren, weil sich nach 80 Tagen Gewöhnung einstellt und das Gefühl, die Lage habe sich festgefahren. Zuerst blockiert die Administration so viele gute Ideen und das Alltagsleben immer mehr, jetzt blockieren die eigenen Leute den Weg zur Arbeit, zum Einkaufen, zum ganz normalen Leben. Wie lange kann das Land durchhalten? Können die Gewerkschaften Frankreichs Wirtschaft retten und Arbeitsplätze schaffen? Dazu treten sie eigentlich nicht an. Wird Nuit Debout mit innovativen Ideen die Lage verbessern? Wohl kaum - denn wer sich weigert, ein Programm auszuarbeiten, kann auch keine Politik machen.

"Hurra, die Welt geht unter", brüllt der stimmgewaltige Henning May im Video (oben) ins Mikrophon eines Luftschutzbunkers. Was wird aus einer anfangs positiv gestimmten Bewegung, aus dem Gleichgewicht zwischen Demonstranten und Ordnungshütern, aus einer tief zerstrittenen Regierungspartei und den Gefahren von Hass, Gewalt und Rechtsradikalismus noch werden? Versinkt Frankreich bald im Grauen?

Auf den Trümmern das Paradies

Dabei ist der wahre Auslöser für all das nicht nur eine Arbeitsmarktreform, sondern ein wirkliches Grauen: Klimawandel, Weltuntergangsszenarios von Wissenschaftlern. Der Klimagipfel in Paris ist nicht spurlos an den Menschen vorübergegangen. Seit Jahren wachsen Unsicherheit und Angst, weil die Nordwestküste abbricht, weil es im Süden immer öfter Häuser wegschwemmt. Umweltschutzgruppen finden Zulauf. Zuerst hat man es geschafft, dass Plastiktüten in Supermärkten verbannt wurden - und das in einer Kultur des Plastikwahns! Der letzte Triumph war ein Gesetz, das Supermärkten das Wegwerfen von Lebensmitteln verbietet - sie müssen seit Januar gespendet werden. Es war nicht etwa die Regierung, die auf solche Ideen kommt. Am Anfang stand eine Internetpetition aus der Bevölkerung, vor allem aus Kreisen, die für Ökologie und gegen Austeritätspolitik kämpfen, die Sharing nicht auf Aktien, sondern auf Sozialleben beziehen. Viele Containerer waren dabei, angeheizt durch die Tatsache, dass Supermärkte dazu übergingen, ihre Ware im Müll absichtlich zu vergiften: mit Eau de Javel und Rattengift. Die Beteiligten sammelten virtuell Stimmen wie im Sturm, fanden die Unterstützung eines Abgeordneten - und nun ist der Wunsch Gesetz.

Nuit Debout lässt sich vielleicht auch mit einem Satz aus dem Video von K.I.Z. charakterisieren: "Hurra diese Welt geht unter - auf den Trümmern das Paradies". Die Macher des Kultfilms "Demain / Morgen" (Trailer) gehen von einer Studie aus, die einen Untergang der Menschheit für das Jahr 2100 annimmt. Sie sind durch zehn Länder gereist, um herauszufinden, was diese Apokalypse auslösen könnte und wie sie zu verhindern wäre. Im Film kommen Menschen zu Wort, welche in den Bereichen Wirtschaft, Landwirtschaft, Energie, Demokratie und Bildung umdenken und experimentieren. Menschen wie Hervé Dubois von der Basler WIR-Bank oder der Finanzexperte Bernard Litaer. Leute aus dem verarmten Detroit, die Urban Gardening machen, inzwischen vom Staat unterstützt. Die Gründer der globalen Bewegung Incredible Edible in Todmorden in Wales, in Deutschland unter dem Label "Essbare Stadt" bekannt. Und viele mehr.

Da ist ein zweiter Kultfilm, der Nuit Debout nicht nur beeinflusst hat, sondern als einer der Anfangspunkte gilt: "Merci, Patron! / Danke Chef!" von François Ruffin, Chefredakteur der linksalternativen Zeitschrift Fakir und Filmemacher. Die satirische Doku über den Oligarchen Bernard Arnault (auf Platz 13 der reichsten Menschen der Welt) und die verarmte Familie Klur hat es auch schon in die NYT geschafft, in Frankreich wurden Ende April allein in den Kinos über 315.000 Zuschauer gezählt. Der Film wurde in Paris auf der Straße gezeigt und hat zusammen mit den Protesten gegen das neue Arbeitsgesetz die Demonstrationen befeuert.

In der ersten Nacht von Nuit Debout eröffnete der Ökonom und Direktor des angesehenen Forschungsinstituts CNRS Frédéric Lordon die Versammlung mit einem Diskurs. Er sprach sich für eine Vereinigung aller Gruppen und Interessen zu einem gemeinsamen Kampf aus und sagte: "Apportons-leur la catastrophe. / Bringen wir ihnen die Katastrophe." Um die Bewegung Nuit Debout zu verstehen, lohnt es sich, sich auch mit seinen Veröffentlichungen zu beschäftigen. Lordon hat zusammen mit anderen Intellektuellen den Aufruf in der Libération unterzeichnet, sich trotz des Ausnahmezustands das Recht auf Demonstrationen und Versammlungen zurückzuerobern.

Schlagzeilen hat er jedoch schon 2010 gemacht, als einer der Unterzeichner des "Manifeste d'économistes atterrés. Manifest der empörten Ökonomen", das auch auf Deutsch anlässlich der Finanzkrise erschienen ist. Das Buch benennt Fehler des Neoliberalismus dieser Zeit und sucht nach Alternativen. Man kann so weit gehen und sagen, Nuit Debout würde es ohne die Finanzkrise, ohne die Bankenrettung durch Steuergelder und die Austeritätspolitik gar nicht geben. Hier dürften auch die Ursachen liegen, warum Nuit Debout am 15. Mai zu Global Debout wurde - in 500 Städten der Erde.

Spätestens hier wird klar: Die französische Arbeitsmarktreform war ein Auslöser, jener Tropfen zuviel. Nuit Debout könnte nun an zwei Dingen scheitern, die Kritiker immer wieder bemängeln: Der Unorganisiertheit und einem fehlenden Programm einerseits - den Gewaltausbrüchen der eigentlich pazifistischen Bewegung andererseits. Wird sich die so facettenreiche Bewegung zerstreiten oder verlaufen? Sie ist jetzt schon gespalten: Da sind diejenigen, die nichts anderes im Sinn haben als die Verhinderung der Reform. Die anderen, die langfristig und nachhaltig Zukunft gestalten wollen, haben sich von den großen Plätzen verzogen, in den Alltag hinein.

Vielleicht werden auch die letzten "Bewegten" eines Tages nicht mehr nachts auf den Plätzen ausharren, um zu diskutieren. Der Großteil hat die Barcamp-Atmosphäre und das Vernetzen ohnehin längst ins Alltagsleben übernommen. Die global agierenden Gruppen klingen in ihrer Namensgebung darum weniger kämpferisch, haben aber durchaus ein festes Ziel vor Augen.

Sie versammeln sich unter Etiketten wie Degrowth und seinem "Leap Manifesto", in dem es darum geht, eine Gesellschaft zu entwerfen, die die schlimmsten Folgen des Klimawandels verhindern kann und soziale Spaltungen verringert. Die deutsche Übersetzung "Degrowth. Handbuch für eine neue Ära" ist gerade fertiggeworden, das Buch wird am 10. Juni in der Berliner Humboldt Universität vorgestellt werden.
Oder sie arbeiten unter dem Label Convivialism (etwa: freundliches und soziales Zusammenleben), auch in Deutschland, laut Twitter mit dem Ziel: "Convivialism Transnational: Network aiming at degrowth, conviviality, renewal of democracy, ecology of aliveness, and pluriversality / Transnationales Zusammenleben: Netzwerk mit den Zielen Wachstumswende, soziales Zusammenleben, Erneuerung der Demokratie, Ökologie der Lebendigkeit, Pluriversalität."

Im Gegensatz zu Jean-Claude glaube ich, dass das Stadium der ersten Zellenbildung längst überschritten ist. Zu viele WissenschaftlerInnen und Fachleute, ja selbst PolitikerInnen arbeiten an solchen zukunftsweisenden Konzepten oder experimentieren ganz real mit neuen Ideen, als dass man hier noch von einer kleinen Studentenbewegung reden kann oder gar von Spinnern. Nuit Debout verhält sich wie ein Pilz: Der Fruchtkörper bewegt sich sichtbar auf den Straßen. Doch das eigentliche Wesen wächst im Verborgenen wie ein gut vernetztes Mycel, das seine Arme in alle Richtungen ausstreckt, mal hier abstirbt, mal dort neu Knospen treibt. Das bleibt, auch wenn der Fruchtkörper oben abstirbt. Aber ist das überhaupt noch Nuit Debout? Oder schon ein Ableger?

Vielleicht ist Nuit Debout selbst nur der Ableger. Schon vor der ersten Nacht in Paris ist eine Bewegung entstanden, die der Hassgesellschaft und dem Rechtsextremismus nicht nur eine neue Solidarität und Gemeinschaft von miteinander Teilenden entgegensetzt, sondern auch Lebensfreude, Altruismus, Freundlichkeit und Wertschätzung. Vielleicht mutet sie deshalb manchmal an wie die frühe Ökobewegung, als man sich über die "freundlichen Körnerfresser" lustig machte, die später die Welt veränderten. Ich selbst lebe weitab von den Großstädten, in denen Nuit Debout Schlagzeilen macht. Und doch treffe ich diese Menschen, die die Welt lebenswerter gestalten möchten, immer öfter.

Es sind ganz normale Familien, die bei regelmäßigen Treffen im Biobauernhof gemeinsam Tarte Flambée essen und bei einem Glas Wein darüber diskutieren, wie man ein umweltbewusstes Leben führen kann. Da ist der Bäcker, der mit alten Kornsorten experimentiert und sein Brot über Land fährt - oder der Müller, dessen Familie bereitwillig ihr Wissen mit Interessierten teilt. Manche wurden sogar von ihren Kindern angesteckt, die in Paris studieren. Viele haben seit Jahren die Nase voll davon, wie alles abstürzt. Es wirkt wie ein Landidyll und das ist es auch irgendwie: Man kann die Brutalität gegen die Polizisten nicht verstehen, weil man ihre Familien kennt, dankbar ist, was sie nach den Terroranschlägen geleistet haben. Diese Leute kämpfen nicht, sie wollen in kleinen Schritten etwas real verändern, indem sie im eigenen Umfeld beginnen. Miteinander statt gegeneinander.

Es sind Alte und Junge, Arme und Reiche, die aktiv etwas tun wollen gegen die Spaltung in der Gesellschaft und gegen das in Frankreich so gefährliche Abblättern der Demokratie. Manche, wie Jean-Claude, fühlen sich zuerst einmal in ihren Colibri-Oasen wohl, weil sie dort von Gleichgesinnten umgeben sind und sich nicht anfeinden lassen müssen von den Faschisten in unserer Region. Es treibt sie gemeinsam ein Überdruss an - nicht nur am System, sondern ein Überdruss am Hass und an der Aggressivität in der Gesellschaft. Sie haben altmodische, weil altruistische Ziele: Nächstenliebe unabhängig von religiösen Bindungen, Solidarität mit Mitmenschen. Sie haben verrückte Träume, lassen sich anstecken von Ideen. Straucheln, scheitern, verrennen sich. Stehen wieder auf und probieren weiter. Politik ist nicht mehr nur Gesprächsthema beim Essen - immer mehr Leute überlegen sich, ihren Tisch zu öffnen für Unbekannte, um gemeinsam zu lernen und nachzudenken.

Das wäre eine Chance für Nuit Debout: Eben weil die Bewegung nicht fest definiert ist, weil es kein starres Programm gibt, können sich so viele damit identifizieren. Es hat Frankreich bereits in vielen Köpfen verändert - das spüre ich selbst in der Provinz. Werden es die Demonstranten und Politiker irgendwann zu dem schaffen, was am runden Tisch auf dem Land so notwendig ist: miteinander sprechen, zuhören, Kompromisse finden? Frankreich steht nämlich vor einer noch weitaus größeren und gefährlicheren Bewährungsprobe: Wird es das Land schaffen, bei den Präsidentschaftswahlen nicht in den Rechtsextremismus abzukippen? Denn der macht sich die hohen Arbeitslosenzahlen, die Spaltung der Gesellschaft und die grenzenlose Wut vieler zunutze.

(c) Petra van Cronenburg (Bitte Urheberrechte beachten. Wenn ihr Text von mir wollt, engagiert mich und schreibt nicht ab. Danke.)
Ja, dieser Artikel ist mir eine Spende für die Arbeit wert! Von einer Tasse Kaffee bis zum Essen - ich entscheide, mit wie viel ich die Autorin belohne (Anleitung):


Dieser Artikel strotzt aus gutem Grund vor Links. Mir ist bewusst, dass kaum jemand die Zeit dafür hat. Man kann den Beitrag verstehen, ohne auch nur einen Link anzuklicken! Gedacht sind die Links einerseits als enzyklopädische Erläuterung unbekannter Begriffe - die führen dann zu Wikipedia. Vor allem aber sollen sie eine Art "Anfangsbibliothek" bilden für diejenigen, die sich mit dem Thema ausführlicher beschäftigen möchten, die mehr erfahren wollen über bestimmte Ideen oder Anlaufstellen suchen, um sich selbst zu engagieren. Ich blogge also nicht nur auf kurze Halbwertszeit bedacht, sondern möchte das Hintergrundwissen beisteuern, das mir selbst in vielen Artikeln über Nuit Debout fehlt. In diese Welt taucht man ein durch die Links. Ich habe versucht, deutschsprachige Seiten zu bevorzugen oder zumindest englischsprachige zu finden - leider ist das nicht immer möglich.

Kommentare:

  1. Claudia Troßmann19/5/16 16:23

    Liebe Petra,
    vielen Dank für Deinen Artikel. Ich freue mich sehr darüber. Das Buch kannte ich noch nicht: Degrowth - Handbuch für eine neue Ära.

    Alles Liebe und friedlichere Zeiten

    Claudia Troßmann

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    1. Freut mich, wenn ich solche Anregungen geben konnte, liebe Claudia - dir auch liebe Grüße, Petra

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  2. Eben schneit auch in Deutschland die Nachricht herein, dass das französische Parlament mit großer Mehrheit eine dritte (!) Verlängerung des Ausnahmezustands bis Ende Juli bewilligt hat. Im Juli finden in Frankreich die EM und die Tour de France statt. Laut Geheimdienstchef gebe es konkrete Bedrohungen durch den IS, der diesmal vornehmlich in Menschengruppen agieren wolle.
    Allerdings stimmt man am Nachmittag im Parlament auch über ein verändertes Strafrecht ab, das den Behörden mehr Rechte bei Personenkontrollen NACH dem Ausnahmezustand des Landes einräumen soll.

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  3. Toller Artikel. Auch von mir vielen lieben Dank.

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  4. Mehr wie toller Artikel, der aufklärt und Einsicht gibt. Vieles kleines findet sich warscheinlich auch für Deutschland wieder. Nur das man von dem Mainstream so nie lesen wird.

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