Pinterest - jetzt aber richtig!

Ich habe, weil ich beruflich damit arbeite, die gängigen Social-Media-Kanäle ausprobiert und bin an denen kleben geblieben, die nützlich sind. Mein Pinterest-Account dagegen war eine Karteileiche. Irgendwie erschloss sich mir weder der tiefere Sinn noch die Funktion - und von den Urheberrechten her empfinde ich es als problematisch. Aber damals hatte ich auch noch ein extralahmes Internet. Jetzt rast es nur so und so hab ich mal wieder reingeschaut. Und bin hängengeblieben. Plötzlich ist Pinterest ganz praktisch!

Fotos wie dieses würde ich inzwischen bei Pinterest sammeln, in meinem Album "Beauty of Natural Forms"

Ich will jetzt nicht erzählen, wie Pinterest genau funktioniert und wie man das professionell nutzt. Dazu gibt's im Netz genügend Artikel. Um es mal für Anfänger wie mich zu formulieren:
Pinterest ist eine Kreuzung zwischen Sammelalbum und Bildersuchmaschine.
 Sprich, ich lege Alben mit einem Titel an, kann die auf privat nur für mich oder öffentlich schalten. Wie früher Briefmarken kann ich da drin Bilder sammeln:
  • Entweder aus Pinterest selbst, indem ich auf den "merken"-Button klicke und das Album auswähle oder ein neues erstelle.
  • Es gibt auch einen Pinterest Button für den Browser, der aber nur auf Seiten funktioniert, die dafür freigegeben werden.
  • Man kann sich Bilder per URL direkt in einem Album hereinladen.
  • Und viele interaktive Seiten wie dieses Blog hier haben einen Sharing-Button für Pinterest. Das ist das "P" im Rot mit "pin it" unter jedem Beitrag - da gibt's auch alle anderen Sharing-Funktionen, die man fleißig benutzen darf - sie werden nicht schreien! Einfach klicken - und schon landet der Beitrag dort. Damit übertragen sich sogar Videos zu Pinterest.
Warum ich wieder dabei bin?
Ganz einfach - ich bin nicht nur ein visueller Mensch, ich brauche in meinem neuen Beruf als Schmuckgestalterin auch Tonnen an Bildern. Früher hätte ich die mühsam aus Zeitschriften geschnipselt und sie wären verstaubt. Jetzt habe ich z.B. ein Album "Coloursplash", in dem ich nur Farben und Farbkombinationen ablege, die mich inspirieren. Wo ich sage: Wow, mit der Farbe wollte ich mein auberginefarbenes Papiergarn schon immer mal kombinieren. Oder: Das wäre wunderschön für eine Braut.

Manches ist auch einfach nur Privatinteresse wie "Fungimania" - ich liebe Pilze. Und entdecke, dass so viele andere Menschen das auch tun. Vor allem aber kann ich jetzt meine eigenen Fotosammlungen erweitern, ohne Jahrzehnte durch die Welt streifen zu müssen. Fürs Entwerfen lasse ich mich bekanntlich gern von der Natur inspirieren. Solche perfekten Formen und Texturen kann kein Mensch erfinden! Dafür habe ich "Textures in Nature" und "Beauty of Natural Forms". Man kann bei mir in Paper Art schwelgen, wo ich natürlich die eigenen Werke auch untermische. Ich will jetzt nicht jedes Album aufzählen - schaut euch einfach in meinem Account um. Und benutzt auch fleißig den roten Sharing-Button!

Zurück zum Sinn des Ganzen. An verregneten Tagen oder bei übler politischer Weltlage schaue ich mir unheimlich gern einfach schöne Bilder an. Die Vorschläge, die einem Pinterest unterbreitet, scheinen inzwischen fast durch künstliche Intelligenz ausgewählt zu werden, so treffsicher sind sie. Höchste Gefahrenstufe, dort zu versumpfen! Aber man sucht ja auch thematisch. Vor dem letzten Friseurgang legte ich ein Album an, suchte nach Kurzhaarfrisuren, ein paar andere Keywords dazu - in Nullkommanichts hatte ich mehrere Traumhaarschnitte zur Auswahl. Und zwar nicht irgendwelche, sondern genau das, was ich gesucht hatte. Ihr wisst, wie frustrierend das Blättern in Frisurenzeitschriften sein kann!

Solche Alben sind natürlich "geheim". In einem sammle ich außerdem Berufliches, das ich nicht zeige. Trotzdem werde ich mein "haptisches" Echtlebenbuch nicht aufgeben, in das ich Papier- und Pappproben klebe, die Firma daneben notiere und meine Berechnungen und Anleitungen eintrage. Aber ich kann nun auch bei Pinterest Perlen ablegen, die mich faszinieren und beim nächsten Materialeinkauf einfach darin stöbern. Und das Schöne an der Sache: Ich muss mich bei dem Medium weder um Follower noch um irgendein professionelles Gehabe kümmern, ich mach das einfach aus Spaß und verwende wenig Zeit dafür. Wenn ich dann mal keine Idee mehr haben sollte, durchblättere ich meine Alben ... für Kreative ist das sehr wertvoll. Irgendwann, wenn ich mal Zeit und Lust habe, werde ich nachlesen, wie man das macht, dass einem die begeisterten Massen von Pinterest in den Blog oder den Schmuckladen folgen. Das hab ich noch nicht raus. An der Berühmtheit muss ich noch schwer arbeiten! ;-)

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