Der wunderbare Onlinehandel

Ich habe die Geschichte schon mehrfach erzählt: Als Firma muss ich selbst Produkte einkaufen, regelmäßig, in größeren Mengen. Und eigentlich wollte ich den stationären Einzelhandel "fördern", wenn schon Nachhaltigkeit, dann richtig. Wie und warum ich von jenem zum Onlinehandel getrieben wurde, erzähle ich hier - und den Dialog mit einer besonders unwilligen Verkäuferin als Dramolett liest man hier. Die Geschichte geht aber noch weiter, mit einem Kundenservice, wie ich ihn seltenst erlebt habe!

Nichts braucht man öfter als Leim, wenn man mit Papier arbeitet. Damit kann man Abenteuer erleben!
Mein Grossist, bei dem ich inzwischen fast alles bestelle, sitzt in Südwestfrankreich. Das hat den Vorteil, dass ein Paket in nur 24 bis 48 Stunden in meinem Briefkasten liegt. Treu geworden bin ich, weil eben dieser Grossist ein sehr schwer zu findendes Produkt in sein Sortiment aufnahm, dass ich bisher über Amazon in den USA bestellen musste. Fette acht Wochen wartete ich damals auf die Lieferung, weil das Päckchen in New York am Flughafen festhing. Ob ich auch kleinere Mengen kaufen würde, die könne man leichter noch an andere verkaufen, fragte mich der französische Grossist. Aber klar doch! Seit einem Jahr kaufe ich also die kleineren Mengen öfter - und staune nicht schlecht: Er hat inzwischen auch die Großpackung.

Gestern kam der übliche Newsletter, in dem es hieß, GeschäftskundInnen dürften auch gerne Produkte vorschlagen, die nicht im Sortiment zu haben seien. Es ist nicht einfach, dort ein Produkt nicht zu finden ... Aber da ist dieser ganz spezielle Kleber, den ich seit meiner Jugend liebe. Der einfach perfekt ist, wunderbare Eigenschaften hat und besonders umweltfreundlich ist er auch noch. Den kann man aber nicht einfach so in Läden kaufen - die Produktionsfirma hat feste Vertragspartner. Und wie im anderen Fall: Sie sitzt in den USA. Leider ist es inzwischen nicht sehr lustig, derart international Chemikalien zu ordern (viele Firmen verweigern sogar den Export) - da bliebe wieder nur Amazon übrig und das Warten. Ein Grund, warum ich viele andere Kleber durchgetestet hatte und einen französischen Ersatz benutze.

Da frag ich doch mal frech, dachte ich. Heute morgen eine Mail an meinen Grossisten geschickt, ob sie nicht zufällig diesen speziellen Kleber verkaufen würden. Eine Stunde später Antwort vom Kundenservice, sie gäben die Anfrage an den Einkauf weiter. Drei Stunden später die Antwort vom Einkauf: Ja, sie nehmen den Kleber gern ins Sortiment. Ich müsse mich nur leider etwa zwei Monate gedulden, bis die erste Ladung zu haben sei, der Vertriebler für Frankreich sei gerade ausverkauft. Das ist die Zeit, die so ein Paket aus den USA braucht, die warte ich gern. Ich bekomme eine Mail, wenn's da ist.
Und so bekomme ich auch dieses schräge Produkt in Zukunft innerhalb von 24 Stunden frei Haus.

Das nenne ich Kundenservice! Wenn ich dagegen an den stationären Einzelhandel denke, der mir nicht mal den französischen Kleber verkaufen wollte, obwohl der Laden mit der Marke auf der Website Werbung machte! Die waren schlicht zu bequem, das Zeug zu bestellen ...
Die Schmuckproduktion mit Qualität und vor allem umweltfreundlichen Lacken und Leimen ist garantiert und ich freue mich heute wie Bolle.

Mehr über meinen Papierschmuck gibt's hier!

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