Feuertaufe als Verlegerin

Endlich ist es so weit: "Das Buch" ist da und nun kann auch das Geheimnis darum gelüftet werden. "Der Garten der Malerin BiKo" war ein privates Auftragswerk, bei dem die Edition Tetebrec als Dienstleisterin fungierte. Hier bekam die Kundin nicht nur die Autorenarbeit, sondern eine komplette Verlagsbetreuung aus einer Hand, ohne dass sie sich um Zulieferungen und Management kümmern musste - ich übernahm das Projekt also von der ersten Idee bis zur Auslieferung aus der Druckerei. Als Privatdruck wird es von der Kundin direkt verkauft werden.

Vorderseite. Das Buch ist real schilfgrün mit einem Japanpapierdruck

Rückseite von "Der Garten der Malerin BiKo"
Die Aufgabe: Das Lebenswerk der Malerin Heiderose Birkenstock-Kotalla, genannt BiKo, in einem edlen, repräsentativen Bildband mit beiliegender Musik-CD festzuhalten. Auflagendruck im Offset mit Fadenheftung, Hardcover (seidenmatt), 103 Seiten, Format 26,5 x 25,5 cm, durchweg vierfarbig, mit Einlegelasche für die CD. Die Texte, die auch ohne realen Gartenbesuch zum sinnenreichen Erleben einladen sollen, stammen von mir. Das Lektorat besorgte Jan Schuld mit genauem Blick, feinem Gespür für Sprache und das Sujet. Die Gestaltung kam von Hanspeter Ludwig, mit dem die Zusammenarbeit eine Freude war, so dass ich mich bei der Konzeption des Buchs blind auf seinen professionellen Blick verlassen konnte. Drucken ließen wir bei Monsenstein & Vannerdat mit viel persönlichem Service der Mitarbeiterinnen und Extrabeistand von Johannes Monse für die Extrawürste. Nadia Birkenstock lieferte ihre CD zum Buch mit keltischen Harfenklängen, die ideal zum Wesen des Parks passen.

Die großen Fotos anklicken für einen Gesamteindruck (sie werden sonst rechts abgeschnitten)

Architektur, Skulpturen und ausgewählte Pflanzen machen diesen Garten zum Gesamtkunstwerk

Die Herausforderung: Dieses Lebenswerk besteht aus den Gemälden der Malerin, aber auch aus einem parkähnlichen Garten mit Kunstobjekten befreundeter KünstlerInnen in Leichlingen bei Solingen. Kunst trifft auf Garten - und das mit Fotos von mehreren Fotografen sehr unterschiedlicher Prägung. Da sind Fotos vom preisgekrönten Gartenfotografen Jürgen Becker, aber auch von Peter Berth, Frank Scheier, Hans-Jürgen Schmatz und ein paar wenige von mir selbst - also die Bandbreite vom Spezialisten bis zum Laien, und das in sehr unterschiedlichen Stilen und gefühlt in "Tonnen" von Material, das jedoch nicht durchweg für das Projekt oder für den Druck geeignet war und darum akribisch gesichtet werden musste.




Fotoprofi Jürgen Becker und Gestaltungsprofi Hanspeter Ludwig: Einzelblicke wirken wie ein Panoramabild

Meine Konzeptionsidee: Kein Sachbuch, sondern ähnlich wie bei meinem Buch "Elsass. Wo der Zander am liebsten im Riesling schwimmt" ein erzähltes "Genussbuch". Die übliche Herangehensweise von Gartenabhandlung und "Kunstkatalog" völlig aufzubrechen, indem ich Garten und Kunst in Beziehung zueinander setze und die Kunstreproduktionen so zu Gartenbildern kombiniere, dass beides miteinander spricht und über die Bildtexte außerdem eine weitere Erzählebene liefert. Dafür die drei Kapitel des Buchs relativ kurz gehalten: Eine erzählerische Einführung in die Geschichte des Gartens und worum es darin geht, dann eine Art erzählter Rundgang, bei dem das Gesehene (und mit anderen Sinnen Aufgenommene) im Wesen des Gartens und seinem besonderen Charakter gipfelt ... um dann im dritten Teil die Bedeutung der Kunstwerke mit dem Garten in Beziehung zu setzen. Das alles natürlich immer fokussiert auf die Künstlerin und Gestalterin, ihre Persönlichkeit, ihr Leben. Zwischen die Kapitel haben wir reine Bildstrecken geschaltet, wo etwas poetischere Bildtexte die inneren Bilder der Betrachter zum Foto anregen sollen. Titelbild und Stil (klar, edel) wurden von der Kundin aus mehreren Entwürfen ausgewählt.

Sprechende Motive in Einklang mit dem Text bringen ...

Gestalterisches Element: Unterschiedliche Rhythmen und Farbgebungen bei der Fotoauswahl
Ich lasse jetzt einfach Fotos vom Buch sprechen. Gebe allerdings zu bedenken, dass weder ich noch meine Kamera für Reprofotos geeignet sind und das Licht lausig war. Das seidenmatte Papier schaut sich real sehr schön an - ich mag es lieber als Hochglanzpapiere. Leider spiegelt es dann auf manchen Fotos durchs Sonnenlicht. Kurzum: Real ist das ein wunderschöner Coffee Table Band mit brillanten Farben geworden.

Drittes Erzählelement: Bildtexte. Betont sachlich bei der Kunst, poetischer beim Garten.

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