Die Tasse mit der Teemischung "Prinz Wladimir" dampft auf dem Tisch, der Mond scheint, die Heizung bullert, der Hund schnarcht fast unhörbar, die Lesebrille sitzt auf der Nase. Und in der Hand halte ich den weit gereisten Prachtkatalog der Ausstellung "Diaghilev and The Golden Age of the Ballets Russes 1909-1929" des Victoria & Albert Museums London. Der riecht nicht nur so verführerisch, wie nur ganz besonders feine Kunstbände riechen, wenn sie frisch aus der Druckerei kommen - er ist auch absolut verführerisch für Sinne und Hirn aufgemacht. Demnächst als Empfehlung im Nijinsky-Blog, heute gibt es dort erst einmal einen Film und eine Frage. Auch mein absoluter Geheimtipp für ein Nijinsky-Ballett (youtube), das im Februar zum letzten Mal in Halle gezeigt wird, dürfte mit der "Hilfe"-Anleitung in Deutschland sichtbar werden, wo selbst die Urheber traurig über die Sperrungen sind.
Und ansonsten schwindet nun die Welt da draußen für mich dahin...
Aus Unvernunft geboren
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Meine ganz persönliche Geschichte in Sachen Schriftstellerkuriositäten begann 2009 - und sie hat ständig irgendwie mit Boris Godunov zu tun. Oder mit diesen ...

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