05.12.2008
Geadelt
05.12.2008
Jetzt ist es amtlich, Madame ist mit der Aufnahme ins edle Werk "Kürschners Literaturkalender" geadelt worden.
Edel deshalb, weil das Werk mit einem Ladenpreis von 368 Euro für Künstler unerschwinglich sein dürfte (weswegen man so etwas in Bibliotheken liest). Geadelt deshalb, weil da deutschsprachige Schriftsteller und Schriftstellerinnen verzeichnet werden, die nicht nur so tun, sondern wirklich welche sind. Bisher benutzte ich diese Berufsbezeichnung eigentlich nur im Sinne einer Finanzamts-Bezeichnung, für das ich eine écrivaine bin. Bei Sachbüchern und anderen Texten fühlte ich mich dagegen "nur" als Autorin. Aber je nun, jetzt habe ich endlich etwas für Tante Erna in der Hand: Guck, Tante Erna, ich habe doch noch einen Beruf gefunden! Sogar einen, der richtig doll klingt und wo man in richtig teure Kalender kommt. Die lässt sich Tante Erna nämlich für Nullnullundfuffzig in der Apotheke schenken.
Nachsatz:
Jemand hat besorgt bei mir angefragt, warum ich in letzter Zeit ständig Satire und "Witzle g'macht, keiner lacht" bringe. Und das mit der Tante Erna nehme ja schon bedrohliche Ausmaße an. Ich sei doch eigentlich eine ganz ernsthafte Autorin / Schriftstellerin. Ob was kaputt sei...
Keine Angst, das bin ich weiter. Heimlich hinter den Kulissen recherchiere ich gerade die Greuel des ersten Weltkriegs. Und ich habe gar keine Tante, die Erna heißt.
Edel deshalb, weil das Werk mit einem Ladenpreis von 368 Euro für Künstler unerschwinglich sein dürfte (weswegen man so etwas in Bibliotheken liest). Geadelt deshalb, weil da deutschsprachige Schriftsteller und Schriftstellerinnen verzeichnet werden, die nicht nur so tun, sondern wirklich welche sind. Bisher benutzte ich diese Berufsbezeichnung eigentlich nur im Sinne einer Finanzamts-Bezeichnung, für das ich eine écrivaine bin. Bei Sachbüchern und anderen Texten fühlte ich mich dagegen "nur" als Autorin. Aber je nun, jetzt habe ich endlich etwas für Tante Erna in der Hand: Guck, Tante Erna, ich habe doch noch einen Beruf gefunden! Sogar einen, der richtig doll klingt und wo man in richtig teure Kalender kommt. Die lässt sich Tante Erna nämlich für Nullnullundfuffzig in der Apotheke schenken.
Nachsatz:
Jemand hat besorgt bei mir angefragt, warum ich in letzter Zeit ständig Satire und "Witzle g'macht, keiner lacht" bringe. Und das mit der Tante Erna nehme ja schon bedrohliche Ausmaße an. Ich sei doch eigentlich eine ganz ernsthafte Autorin / Schriftstellerin. Ob was kaputt sei...
Keine Angst, das bin ich weiter. Heimlich hinter den Kulissen recherchiere ich gerade die Greuel des ersten Weltkriegs. Und ich habe gar keine Tante, die Erna heißt.
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